| 18:39 Uhr

Lübbenau
Schule, Kunst und sanfte Klänge

Die ersten Kunstwerke schmücken bereits die Wände der neuen Musikschule. Eine Dauerausstellung mit 19 Werken ist geplant.
Die ersten Kunstwerke schmücken bereits die Wände der neuen Musikschule. Eine Dauerausstellung mit 19 Werken ist geplant. FOTO: Jenny Theiler / LR
Lübbenau. Musikschule und Volkshochschule sind die neuen Nachbarn des Paul-Fahlisch-Gymnasiums.

Der Besuch des Paul-Fahlisch-Gymnasiums in der Straße des Friedens lohnt sich am Samstag, den 20. Januar in dreierlei Hinsicht. Neben dem alljährlichen Tag der offenen Tür, den das Gymnasium ab 10 Uhr veranstaltet, wird der Umzug der Musikschule und Volkshochschule des Landkreises Oberspreewald in die neuen Räumlichkeiten gefeiert. Neben Landrat Siegurd Heinze, werden auch Thomas Asendorf und Ulrich Stein von der Musikschule und Volkshochschule anwesend sein. Zusätzlich wird der Ausstellungskatalog eines einzigartigen Kunstprojektes veröffentlicht.

Lange Zeit teilte sich die Musikschule die Räumlichkeiten mit dem ehemaligen Oberstufenzentrum in der Richard-Wagner-Straße. Das Schulgebäude steht mittlerweile leer. „Für uns allein wäre der alte Standort viel zu groß gewesen“, räumt Musikschulchef Ulrich Stein ein. Da Musik- und Volkshochschule kreiseigene Einrichtungen sind, wurde für den neuen Standort auch nach einem kreiseigenen Grundstück gesucht. „Das Paul-Fahlisch-Gymnasium erschien für unser Vorhaben aus zweierlei Gründen attraktiv“, erklärt Ulrich Stein. Viele Gymnasiasten würden auch gleichzeitig an der Musikschule musizieren. Außerdem bestünde zwischen der Musikschule und dem gymnasialen Musikunterricht seit längerem eine enge Zusammenarbeit in Form eines Tandemunterrichts, erklärt Ulrich Stein.

Die Musikschule kooperiert auch mit regionalen Künstlern. Unter dem Titel „Musikschule im Bilde“ sind 34 Arbeiten von 22 Künstlern entstanden, die sich auf vielfältigste Weise mit dem Thema Musik auseinander setzen. „Es war uns auch wichtig, dass sich die Künstler in Kinder hineinversetzen können“, erklärt Ulrich Stein. Denn von den 34 Arbeiten werden 19 im Lübbenauer Gymnasium als Daueraustellung zu sehen sein. Im Rahmen dieses Projektes ist ein Katalog mit allen Arbeiten entstanden, der ebenfalls am Samstag im neuen Anbau präsentiert werden soll.

Der Anbau hat rund 500 000 Euro gekostet. Das Gymnasium selbst wurde bereits 2016 durch den Landkreis Oberspreewald-Lausitz, als Schulträger, saniert. Gemäß dem Kreistagsbeschluss vom März 2016 wurde ein nachträglicher Anbau an das Gymnasium beschlossen, der im Dezember 2017 fertiggestellt wurde. Neben der kreiseigenen Musikschule soll auch ein Bereich der Schulsozialarbeit in den neuen Räumlichkeiten untergebracht werden. Parallel dazu wurde außerdem eine Mitnutzung der Gymnasialräume durch die Volkshochschule Oberspreewald-Lausitz vereinbart. Mit dem neuen Anbau finden nun die energetischen Bau- und Sanierungsmaßnahmen des Schulkomplexes einen endgültigen Abschluss. „Der Schulstandort entwickelt sich damit zu einem noch attraktiveren zukunftsträchtigeren Bildungszentrum“, so Sarah Werner vom Landkreis Oberspreewald-Lausitz. Für das Projekt sind Kosten in Höhe von 5,6 Millionen Euro entstanden.

Musikalische Schüler dürfen sich künftig über einen kürzeren Weg zur Musikschule freuen. Der neue Anbau ist direkt vom Schulgebäude aus zu erreichen.
Musikalische Schüler dürfen sich künftig über einen kürzeren Weg zur Musikschule freuen. Der neue Anbau ist direkt vom Schulgebäude aus zu erreichen. FOTO: Jenny Theiler / LR
(the)