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Schüler lernen Schwimmen im Delphin

Sieger im Staffelschwimmen war die Traugott Hirschberger Grundschule.
Sieger im Staffelschwimmen war die Traugott Hirschberger Grundschule. FOTO: Steven Schwertner
Lübbenau. Nun zieht wieder Ruhe ins Delphinbad an der Werner-Seelenbinder-Straße in Lübbenau ein. An den vergangenen Tagen hat das einzige Sportschwimmbad in der Region das 40-jährige Bestehen würdig begangen. red/bt

Das Delphinbad ist stark frequentiert. 24 Schulen der Region, unter anderem aus Lübbenau, Lübben, Calau und Vetschau, aber auch aus Straupitz, Walddrehna und Missen nutzen die Becken in der Werner-Seelenbinder-Straße für den Schwimmunterricht. Lehrer und Rettungsschwimmer wünschten sich dabei mehr Zutun der Politik, die oft nur wenige Schwimmeinheiten für die Schüler bewilligt.

"Es ist erschreckend, wie viele Kinder nicht schwimmen können", sagt Spreewelten-Mitarbeiter Frank Wolff beunruhigt. Seit 16 Jahren steht er am Beckenrand des Delphinbades und unterrichtet selbst. "Teilweise ist mehr Eigeninitiative der Eltern gefragt", bestätigt auch Ramona Begert. Die Heilpädagogin arbeitet in der mobilen Frühförderung. "Viele Kinder müssten sich mehr bewegen. Sie sitzen zu viel vor dem Fernseher", berichtet die 54-Jährige aus beruflicher Erfahrung. Alternativ empfiehlt sie Radtouren durch die Natur, oder, die Kinder kurze Strecken selbst laufen zu lassen. Beides fördern Kraft und Ausdauer. Selbst zieht sie seit der Eröffnung der Sportschwimmhalle 1976 wöchentlich ihre Bahnen. Daneben spielt sie Volleyball und ist Mitglied in einem Wander- und in einem Kegelverein. "Sport hält Körper und Geist fit, was auch Heranwachsende brauchen. Grippe kenn ich gar nicht", betont die Lübbenauerin die Effekte. Als kleine Anerkennung für ihre Treue erhielten Begert und vier weitere langjährige Schwimmer eine Delphinbad-Jahreskarte von der Spreewelten GmbH.

Vereine sind Hauptakteure

Neben den Schulen sind die Vereine Hauptakteure in der Sportschwimmhalle. Über mangelndes Interesse kann sich der Polizeisportverein Lübbenau/Calau e. V. (PSV) nicht beklagen. "Gerade bei den Jüngsten haben wir mehr Anmeldungen als wir abarbeiten können", sagt Übungsleiterin Bianca Henning. Ehrenamtlich trainieren sie und andere Rettungsschwimmer die Mitglieder. "Wir wünschen uns mehr Übungsleiter", ergänzt Ilka Zelder, die ebenfalls in ihrer Freizeit das Schwimmtraining durchführt. Zweimal wöchentlich bestehe das Angebot im Delphinbad für Vereinsmitglieder. "Die guten Schwimmer trainieren dann auch auf Leistung", so Christiane Koschmann. Die 67-Jährige ist gleichzeitig Vorsitzende der Wasserwacht, ein Ausschuss des DRK Kreisverbands Calau e. V. Gemeinsam mit den anderen Lehrkräften bildet sie Rettungsschwimmer aus. Rund 50 Mitglieder im Alter zwischen 10 und 75 Jahren zähle der Verein derzeit. "Wer Lust hat, kann zu uns kommen. Wir freuen uns über neue Mitglieder", sagt Horst Raatz von der Wasserwacht.

Jubiläums-Turnier

Besondere Bewegung kam während des Jubiläums beim Wasserballturnier in das Schwimmerbecken. Zwei Teams aus mehr oder weniger aktiven Freizeit-Sportlern lieferten sich ein faires, aber hart umkämpftes Match.

Im Rahmen des Delphinbad-Jubiläums traten auch insgesamt 128 Schüler der drei Grund- und der zwei weiterführenden Schulen Lübbenaus zu einem Schwimmwettkampf an. Gesucht wurden die schnellsten Schwimmer in den Disziplinen Brust und Freistil. Bei den Staffel-Wettkämpfen setzte sich die Traugott-Hirschberger-Grundschule knapp gegen ihre zwei Konkurrenten durch. Bei den weiterführenden Schulen übernahm das Paul-Fahlisch-Gymnasium ebenfalls knapp die Siegerrolle.

"Die Schüler hatten ihren Spaß und wurden für ihren Fleiß mit Spreewelten-Gutscheinen belohnt", resümiert Frank Zelder, Sportlehrer am Gymnasium. Er und seine Kollegen könnten sich vorstellen, fortan jährlich einen Schulwettkampf auszutragen.