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| 15:07 Uhr

Kinder lernen Umweltschutz
Lübbenauer Schüler lernen Umweltschutz

 Celina und Felix mit ihrem Umwelt-Wiesel, den sie selbst – mit etwas Unterstützung – gebastelt haben.
Celina und Felix mit ihrem Umwelt-Wiesel, den sie selbst – mit etwas Unterstützung – gebastelt haben. FOTO: LR / Daniel Preikschat
Lübbenau. Gemeinsames Projekt von Kindern und Erwachsenen an der Jenaplanschule endet mit Schulhof-Fest und Maskottchen-Voting. Von Daniel Preikschat

Der schwedischen Klimaschutz-Aktivistin Greta Thunberg hätte wohl gefallen, was am vergangenen Freitag los war auf dem Schulhof der Jenaplanschule in Lübbenau. Die Grundschüler bastelten faires Spielzeug, recycelten Platikmüll oder schnitzten aus Holunderzweigen Flöten und Bleistifte. Umweltschützer unter anderem von der Naturwacht oder vom Nabu erklärten den Schülern Wissenswertes über Wald und Bienen oder auch Regenwürmer.

Wie Lehrerin Uta Malke erklärte, war die Schulhofveranstaltung aber nur der Abschluss eines Umwelt- und Nachhaltigkeitsprojektes. Möglicherweise anfangs nicht vollends begeisterte Schüler gelang es, mit einem Maskottchen-Wettbewerb gut zu motivieren und bei der Ehre zu packen. Wer bastelte das tollste Umweltschutz-Maskottchen? Die Schüler selbst, so die Lehrerin, haben bei einem Voting darüber entschieden. Insgesamt sind elf Maskottchen entstanden. Die meiste Zustimmung bekam der Müll sortierende Umweltwiesel der Geschwister Celina (9 Jahre) und Felix (4 Jahre). Keck blickt er den Betrachter aus einer blauen Tonne heraus an. Man sieht der gut gemachten Arbeit an, dass hier wohl ein Erwachsener etwas geholfen hat. Aber egal.

Außerdem cool für die Schüler: Bei den Ausflügen der neuen Projektgruppen in den Spreewald oder zum Wasserwerk war stets ein Medienpädagoge der AWO-Fachschule dabei und filmte. Dabei entstand ein 25-Minuten-Film, der am Freitag gezeigt wurde – und auch einer Filmfest-Jury geschickt werden soll, so Medienpädagogin Daria Rüttimann. Das siebte Filmfestival der Jugendinformations- und Medienzentren Brandenburg (Jim) findet Ende Oktober statt.

Die Natur ist es wert, erhalten zu werden, und jedes Kind kann dafür seinen Beitrag leisten – das sei so in etwa das, was den Kindern bei dem Projekt vermittelt werde sollte, so Lehrerin Uta Malke. Nicht nur mal so ein bisschen sollten sich die Grundschüler damit befassen. Ein halbes Jahr lang haben sich Schüler, Lehrer und Erzieher einmal in der Woche getroffen und überlegt, was man machen möchte, und welche Partner man ansprechen kann.