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| 02:42 Uhr

Schüler backen mit Meisterin Heike Staude

In den Berufsalltag eines Bäckers/Konditors durften Mädchen und Jungen der Lilien-Grundschule Altdöbern schnuppern. Fachliche Anleitungen gab es durch Konditormeisterin Heike Staude (r.), Inhaberin der Konditorei Fuchs, sowie durch ihre Tochter Marie Staude (4.v.r.), die am 1. März in der Vetschauer Bäckerei Wahn eine Ausbildung begonnen hat.
In den Berufsalltag eines Bäckers/Konditors durften Mädchen und Jungen der Lilien-Grundschule Altdöbern schnuppern. Fachliche Anleitungen gab es durch Konditormeisterin Heike Staude (r.), Inhaberin der Konditorei Fuchs, sowie durch ihre Tochter Marie Staude (4.v.r.), die am 1. März in der Vetschauer Bäckerei Wahn eine Ausbildung begonnen hat. FOTO: U. Hegewald/uhd1
Altdöbern/Vetschau. Das regionale Bäckerhandwerk ist in diesen Tagen so richtig in Bewegung geraten. Während die Altdöberner Konditorei Fuchs einen Backstuben-Ansturm erlebte, bereitete sich die Vetschauer Bäckerei Wahn auf das Eintreffen einer neuen Mitarbeiterin vor. Uwe Hegewald / uhd1

Am 1. März hat die Altdöbernerin Marie Staude in Vetschau eine Bäckerinnen-Ausbildung angetreten. Staude? Altdöbern? Richtig. Die 23-Jährige ist die Tochter von Ralf und Heike Staude, Inhaberin der Konditorei Fuchs. So gesehen flattert der Bäckerei Wahn ein Rohdiamant ins (Back-)Haus.

"Mit Bäckermeister Philipp Fumfahr, dem neuen Inhaber der Bäckerei Wahn, lagen wir von Beginn an auf einer Wellenlänge", begründet Marie Staude. "Die Vetschauer Bäckerei und der Betrieb meiner Eltern weisen einige wichtige Parallelen auf, die mir die Entscheidung leicht gemacht haben." Damit meint Marie Staude die Liebe zu klassischen Backtraditionen und ausgewogenem Handwerk.

Hinter der Altdöbernerin liegt ein BWL-Studium in Cottbus, für das nur noch die Bachelorarbeit ansteht. Vor dem Wechsel nach Vetschau galt es für Marie Staude, ihre Mutter Heike und weitere Mitarbeiterinnen einen besonderen Back-Tag zu meistern.

Angekündigt hatten sich 23 Mädchen und Jungen der Klasse 5a der Altdöberner Lilien-Grundschule. Klassenleiterin Katrin Schneider erklärte den Grund des Besuchs, bei dem die Sprösslinge selbst Brot, Brötchen und Kuchen formen und backen durften: "An zwei Projekttagen setzen wir uns mit der Herkunft von Lebensmitteln auseinander. Nachdem die Kinder im Fach Biologie Wichtiges über die Verdauung, Ernährung und Nährstoffe lernten, liegt es nun nahe, regionale Betriebe aufzusuchen und den Erklärungen von Fachkräften zu lauschen", sagt die Lehrerin.

So erfuhren die Grundschüler per Video, dass das Mehl für Brote der Konditorei Fuchs aus der "Ährenwort-Mühle" (Dresden) kommt, welche Getreidearten verarbeitet werden oder mit welchen Temperaturen Brot, Brötchen und Kuchen gebacken werden. "Für viele Schüler sind das völlig neue Erfahrungen, erst recht für unsere zwei syrischen Mädchen, die erst seit einer Woche an unserer Schule sind", so Katrin Schneider.

Einen Tag zuvor stattete die Klasse dem biologisch arbeitenden Milchviehhof Schöllnitz einen Besuch ab. In dem Tochterunternehmen der KTG-Gruppe werden unter anderem jährlich rund 2,8 Millionen Kilogramm Biomilch produziert. Wie kommt die Milch von der Kuh in den Kühlschrank? Was haben die Zeichen auf den Verpackungen zu bedeuten? Warum ist Milch eigentlich so gesund, lauteten Fragen, auf die die Schüler entsprechende Antworten erhielten.

Glücksfall für die Schul-Delegation: Zum Abschluss gab es allerlei Erzeugnisse, die von der KTG-Gruppe produziert werden und die einen gemeinsamen, gesunden Frühstückstisch bereicherten. Um dem Müsli-Frühstück den richtigen Pfiff zu geben, steuerten die Frischmilch-Tankstelle Saßleben Milch und der Edeka-Markt Helbig Obst bei. Auch die Konditorei Fuchs ließ es sich nicht nehmen, Teig und Zutaten kostenlos zur Verfügung zu stellen. Inklusive fachlicher Tipps durch Konditormeisterin Heike Staude und Projekttag-Betreuerin Marie Staude - der neuen Wahl-Vetschauerin.