| 02:32 Uhr

Schokolade-Projekt am Fahlisch-Gymnasium

Lübbenau. Schüler der 8. Klasse am Paul-Fahlisch-Gymnasium beschäftigen sich am Donnerstag und Freitag dieser Woche mit Schokolade. red/dpr

In den beiden Projekttagen unter Regie von Nena Abrea-Berger und Andreas Ende vom Cottbuser Verein Carpus sollen die Schüler unter anderem den Weg des Kakaos von der Plantage bis zum Supermarkt kennenlernen.

Dabei soll auch angesprochen werden, dass "Kindersklaven" auf den Plantagen der Elfenbeinküste arbeiten müssen und mehr als 80 Prozent der weltweiten Kakaoernte just aus diesem westafrikanischen Land stammt, teilt der Verein in einer Pressemitteilung mit. Alle großen Schokoladenproduzenten würden ihren Kakao von dort beziehen. Mehr als 20 000 Kinder werden in der Elfenbeinküste illegal zur Arbeit auf den Plantagen gezwungen, beruft sich der Cottbuser Verein auf Schätzungen von Unicef.

Die Referenten, heißt es weiter, wollen den Schülern aufzeigen, was sie selbst gegen Kinderarbeit tun können. Weiter lernen sie Schokolade aus fairem Handel kennen. Hergestellt aus Kakao, für den Bauern faire Preise bekommen.

Das entwicklungspolitische Bildungsprojekt führt Carpus an 40 Schulen in Brandenburg durch. Es wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit gefördert.

Carpus gibt seine Auslandserfahrung als Bildungsträger in Brandenburg weiter.