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| 01:30 Uhr

Schönheitskur für das Wasserschloss in Großkmehlen

Ein starkes Quartett macht das Schloss Großkmehlen wieder nutzbar: Bauherr Jürgen Klemisch, Referatsleiter der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Ortsbürgermeister Dr. Gerd Müller-Hagen, Amtsdirektor Kersten Sickert und die Landtagsabgeordnete Gabriele Theiss (SPD) haben erfolgreich um das Fördergeld aus europäischen und Töpfen des Landes gerungen. Jetzt wird gebaut. Foto: Steffen Rasche
Ein starkes Quartett macht das Schloss Großkmehlen wieder nutzbar: Bauherr Jürgen Klemisch, Referatsleiter der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Ortsbürgermeister Dr. Gerd Müller-Hagen, Amtsdirektor Kersten Sickert und die Landtagsabgeordnete Gabriele Theiss (SPD) haben erfolgreich um das Fördergeld aus europäischen und Töpfen des Landes gerungen. Jetzt wird gebaut. Foto: Steffen Rasche FOTO: Steffen Rasche
Für das leer stehende Wasserschloss Großkmehlen, den Schlosspark und den Gutshof ist ein Finanzpaket geschnürt worden. Etwa sechs Millionen Euro werden in zwei Jahren in das Ensemble fließen – und die Seele des Hauses wieder beleben. Von Kathleen Weser

Großkmehlen. Die Freude über das Fördergeld für das Renaissance-Wasserschloss Großkmehlen steht Wolfgang Lebach ins Gesicht geschrieben. Er kennt die alten Gemäuer genau. „Ich bin im Dorf aufgewachsen und auf dem Schlossgraben als Kind noch Schlittschuh gefahren“, erzählt die gute Seele des Hauses, in das endlich wieder Leben einziehen soll. Seit dem Jahr 1998 ist Wolfgang Lebach hier Hausmeister. In zwei Jahren soll das Wasserschloss seinen Namen wieder zu Recht tragen. Er kann sich das lebhaft vorstellen.

Dafür sorgt federführend auch die Landschaftsarchitektin Juliane Lehmphul von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Die historische Parkanlage einschließlich des Grabensystems und der Teiche wird wiederhergestellt. Auch die drei Brücken über den Graben entstehen neu. Nach dem alten Gartenplan aus dem Jahr 1695 werden die Kompartimente, terrassenförmig angelegte Blumenparzellen, des Lustgartens am Schloss wiedererrichtet.

Für das Schloss selbst, das als Sitz zweier separater Rittergüter der Familie von Lüttichau innen getrennt und mit zwei Eingängen und Wirtschaftshöfen versehen worden war, ist Architektin Jutta Feige als Projektleiterin verantwortlich. „Es wird zunächst weitere Voruntersuchungen geben“, kündigt sie an. Die Ergebnisse seien entscheidend für die Restaurierung der Wände und einzigartigen barocken Stuckdecken, von denen die Fachfrau schwärmt. Die Räume sollen für museale Zwecke sowie für Veranstaltungen wie Hochzeiten, Konzerte und Tagungen hergerichtet werden. Auch ein Sitzungszimmer wird es geben. Denn das Wasserschloss soll für die Gemeinde gesellschaftliches Zentrum sein. Die Feuerwehr bezieht ein neues Depot auf dem Gutshof. Ein Blockheizkraftwerk wird am Rande gebaut, um Schloss, Kirche und Schule zu beheizen.

Zum Thema:

Zum ThemaZwei Förderbescheide des Landes über 3,6 Millionen Euro hat Rainer Bretschneider, Staatssekretär im Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft am gestrigen Freitag für das Wasserschloss mit Park und den Gutshof Groß kmehlen an Jürgen Klemisch von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) übergeben. Diese ist Hauptgesellschafterin der Brandenburgischen Schlössergesellschaft, die wiederum Hausherrin des im Land einmaligen Renaissance-Wasserschlosses ist.