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| 17:49 Uhr

Kommunaler Aufreger in Vetschau
Schönebegker Straße sorgt weiter für Diskussionen

Die Debatte um die Schönebegker Straße in Vetschau dauert an. Im jüngsten Hauptausschuss stand das Thema erneut auf der Agenda.
Die Debatte um die Schönebegker Straße in Vetschau dauert an. Im jüngsten Hauptausschuss stand das Thema erneut auf der Agenda. FOTO: LR / Daniel Preikschat
Vetschau. Kehrtwende im Vetschauer Hauptausschuss. Bürgerinitiative fordert Ausbau nur mit dem WAC. Kanzler sucht das Gespräch. Von Rüdiger Hofmann

Die Schönebegker Straße in Vetschau bleibt ein heiß diskutiertes Thema. Zuletzt stand der geplante erste Ausbauabschnitt zwischen August-Bebel-Straße und Karl-Liebknecht-Straße im Hauptausschuss auf der Agenda.

Dort meldete sich die Bürgerinitiative mit einer zentralen Forderung zu Wort. „Ein Ausbau des Abschnittes sollte nur gemeinsam mit dem Wasser- und Abwasserzweckverband Calau (WAC) erfolgen – und das am besten noch 2018“, sagt Sprecherin Roswitha Bubner. Sie ist neben weiteren Anwohnern verärgert, dass der Ausbau in der Beschlussvorlage im Hauptausschuss plötzlich nur noch als Möglichkeit genannt werde. Das klang im Wirtschaftsausschuss vom März noch ganz anders. „Wir wollen keinen Beschluss im Konjunktiv“, so Bubner. Wenn der WAC ohnehin seine Leitungen in offener Bauweise verlegt und dazu die Fahrbahn aufreißt, wäre es sinnvoll, dass die Stadt mit aufspringt. „Denn eine Straße zweimal aufzureißen, wäre ein teurer Schildbürgerstreich“, sagt Bubner.

Bürgermeister Bengt Kanzler (parteilos) sichert zu, das Gespräch mit dem WAC zu suchen, um einen gemeinsamen Ausbau auszuloten und Kosten aufteilen zu können. „Mit einem guten Willen sollte das funktionieren“, so Kanzler. Das Vorhaben sei bisher nicht vollständig in den Haushalt eingestellt worden, um sich die Option auf Fördermittel offenzuhalten.

Nächster Aufreger sind die Straßenbaubeiträge. Diese würden gemäß Straßenbaubeitragssatzung der Stadt Vetschau neben den Mehrkosten für die Grundstückszufahrten und Gehwegüberfahrten für das Bauvorhaben erhoben. Mit fünf Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche dürften die Bürger an den laut Beschlussvorlage genannten Ausbau- und Planungskosten in Höhe von 345 000 Euro beteiligt werden. „Wir sind nicht bereit, mehr als fünf Euro zu zahlen“, so die Bürgerinitiative.

Ob der Entwurfsplanung des Ingenieurbüros Beer und dem Bauprogramm zugestimmt wird, werden die Abgeordneten in der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag, 27. September, entscheiden.