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Glasfasernetz und Hot-Spots
Schnelles Internet und besseres Fernsehen für Calau

Margit Mattke von der Tele Columbus und Marion Goyn, Geschäftsführerin der WBC, unterschreiben den Gestattungsvertrag.
Margit Mattke von der Tele Columbus und Marion Goyn, Geschäftsführerin der WBC, unterschreiben den Gestattungsvertrag. FOTO: Kuschy / LR
Calau. Tele Columbus und WBC unterschreiben Vertrag. Die Glasfasertrasse wird 2018 gebaut.

Ab Januar 2019 bekommen rund 1200 Calauer Haushalte der Wohn- und Baugesellschaft Calau (WBC) Anschluss an ein leistungsstarkes Glasfasernetz. Die Trasse dafür soll im kommenden Jahr gebaut werden. Einen entsprechenden Gestattungsvertrag haben Margit Mattke von der Tele Columbus Multimedia GmbH und WBC-Geschäftsführerin Marion Goyn unterzeichnet. Das Telekommunikationsunternehmen investiert in dieses Vorhaben einen einstelligen Millionenbetrag. Durch den Netzausbau, so das Unternehmen, würden schnelle Internet-Anschlüsse mit bis zu 400 Mbit pro Sekunde im Download möglich.

Das neue Netz werde praktisch jede Liegenschaft der WBC erreichen. Neben Internet- und Telefonanschlüssen per Breitbandkabel stünden den Bewohnern dann auch mehr als 150 Fernseh- und Hörfunksender mit bis zu 32 unverschlüsselten HD-Sendern in bester Qualität zur Verfügung. Um die Anschlüsse zu legen, müssen die Mitarbeiter auch in die Wohnungen der Mieter. Und die müssen sich keine Sorgen machen und erst einmal gar nichts unternehmen. Baubegleitend, so Marion Goyn, werde es Sprechstunden geben. Auch Mieterversammlungen werde es geben, über die alle rechtzeitig informiert würden.

Für die vorausgegangene Ausschreibung und die Aushandlung des Vertragswerkes hat sich die Calauer Großvermieterin ein Beratungsunternehmen aus Berlin an die Seite geholt. Das sei spezialisiert auch auf die Beratung von Wohnungsunternehmen in Bezug auf die Telekommunikationsversorgung. „Mit dieser tatkräftigen Unterstützung konnten wir nicht nur eine optimale Medienversorgung für unsere Kunden aushandeln, sondern auch zusätzliche Leistungen für die Stadt Calau und die Ferienwohnungen unseres Tochterunternehmens Immobilien-Service-Gesellschaft Niederlausitz“, betont die WBC-Chefin. So hätten die Ferienwohnungen ab 2019 freien WLAN-Zugang. In der Calauer Innenstadt würden Hot-Spots für einen ausgezeichneten Internet-Zugang sorgen. Dieses Angebot soll sich vor allem auch an die Besucher der touristisch attraktiven Kleinstadt richten. Und das erfreut natürlich besonders Bürgermeister Werner Suchner (parteilos), der das Vorhaben als ein „ehrgeiziges Ziel“ bezeichnet. Denn das Glasfasernetz muss 2018 in jede Liegenschaft der WBC und eine neue Hausverteilanlage bis in jede einzelne Wohnung verlegt werden. Die Mieter untereinander, versichert Margit Mattke, könnten ab 2019 kostenfrei telefonieren.

Der Glasfaserausbau ist das Startsignal, um nicht nur Haushalte, sondern auch Gewerbebetriebe entlang der rund sieben Kilometer langen Trasse mit den Leistungen des modernen Multimedianetzes zu erschließen. Den Gewerbebetrieben würden dazu Angebote unterbreitet, stellt Margit Mattke in Aussicht. Damit erhielten letztlich mehr als 5000 Calauer und Betriebe die Möglichkeit, auf eine leistungsstarke Breitband-Datenkommunikation zuzugreifen. Wer von den Mietern keinen Internetzugang, sondern nur den Fernseh- und Rundfunkempfang und die Telefonie nutze, brauche auch nur das zu nehmen, so die Vertreterin der Tele Columbus – drittgrößter Kabelnetzbetreiber Deutschlands.