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| 19:45 Uhr

Tourismusausschuss
Schloss Vetschau spontan besuchen

Die Regionale Entwicklungsgesellschaft Vetschau mbH setzt künftig wieder mehr auf spontane Besucherführungen durch das Vetschauer Schlossensemble.
Die Regionale Entwicklungsgesellschaft Vetschau mbH setzt künftig wieder mehr auf spontane Besucherführungen durch das Vetschauer Schlossensemble. FOTO: Kuschy
Vetschau. Regionale Entwicklungsgesellschaft stellt Neuheiten und Projekte für das laufende Jahr vor. Von Rüdiger Hofmann

Führungen durch das Schloss Vetschau auf spontane Nachfrage sollen künftig wieder häufiger durchgeführt werden. 2016 hat es mehr als 300 Schlossbesichtigungen von Besuchern gegeben, die sich spontan nach einer Führung erkundigt haben. Ein Jahr später gab es Führungen nur nach fester Terminabsprache. „Die Zahl sank auf unter 100 Führungen“, sagt Franziska Riemann, Geschäftsführerin von der Regionalen Entwicklungsgesellschaft Vetschau mbH (REG). Riemann präsentierte im jüngsten Tourismusausschuss der Stadt Vetschau die wichtigsten Neuerungen und Projekte der REG im laufenden Jahr.

Apropos Schloss: Die Schlossremise soll künftig stärker als Veranstaltungsraum vermittelt und vermarktet werden. Besichtigungen mit Kunden, Buchungsmanagement und Vertragsgestaltungen hat sich die REG auf ihre Fahnen geschrieben. „Wir hatten im vergangenen Jahr 29 Buchungen. Bereits jetzt im April 2018 stehen wir bei 16“, sagt Riemann.

Auch die Tourist-Information Vetschau will sich dem Besucher künftig – und das im wahrsten Sinne des Wortes – weiter öffnen. In der Hauptsaison, die ab 1. Mai beginnt und am 30. September endet, steht man Besuchern von Mittwoch bis Sonntag, auch feiertags, von zehn bis 17 Uhr zur Verfügung. Bisher war die Infostelle nur bis 15 Uhr zugänglich. „Wir hatten immer wieder Anfragen, ob wir nicht länger öffnen können“, sagt Riemann.

Neu ist der monatliche Newsletter der Stadt, der im April erstmals ausgelegt wurde. „Hier bitten wir Einrichtungen, Vereine und Ortsteile um Zuarbeiten, die wir dann filtern und in das passende Layout gießen“, sagt die Geschäftsführerin. Der fertige Newsletter wird dann per Mail an alle relevanten Touristiker und Einrichtungen gesendet oder auf Hotelzimmern und in Pensionen ausgehängt.

„Mittelfristig verfolgen wir das Ziel, eine Wanderroute in und um Vetschau zu schaffen und die Stadt an den Fernradweg „Sorbische Impressionen“ anzubinden“, sagt die Geschäftsführerin. Langfristig soll eine handliche Vetschau-Broschüre mit allen Sehenswürdigkeiten entstehen. „Auch ein Audio-Guide für den Stadtrundgang ist denkbar“, sagt Riemann.

Inzwischen hat die neu gegründete „Projektgruppe Tourismus“ in Vetschau ihre Arbeit aufgenommen, in der die REG neben weiteren touristischen Multiplikatoren Mitglied ist. Ein erstes Treffen gab es im Februar. Weitere Treffen – zwei bis drei im Jahr – sollen in der Nebensaison stattfinden. Die REG ist außerdem in diversen touristischen Gremien wie dem Tourismusverband Spreewald oder der AG Winterkampagne aktiv.

Fertiggestellt wird aktuell der neue Hofladentourenflyer in einer Auflage von 15 000 Stück. Die Kostenbeteiligung der Hofläden ermöglicht dabei eine Refinanzierung. Der Flyer „Radeln in der Stadt“ muss nachproduziert werden, der alte ist inzwischen vergriffen. Überhaupt soll das Thema „Radfahren“ bei der Vermarktung eine große Rolle spielen. Am vergangenen Wochenende gab es die Anradeltour mit rund 20 Teilnehmern. Weitere geführte Radtouren sind denkbar. Auf Veranstaltungen will sich die REG in diesem Jahr bei der Tour de OSL und auf den Gartentagen im Juni sowie auf den Heimatmärkten präsentieren.

Beliebt ist der Vetschauer Stadtgutschein. „Wir wollen weitere Unternehmen hinzugewinnen und müssen den Gutschein nachproduzieren, da er so gefragt ist“, so Riemann. Er wird in den Ausgabestellen der Stadtverwaltung, Tourist-Information Schlossremise und in der Spreewaldbank eG verkauft.

Weitere Infos unter www.vetschau.de/tourismus oder unter urlaubsreich.de/spreewaldort-vetschau