Im Rahmen eines Masterplans sollen etwa 450 Kilometer Fließe zwischen Cottbus und dem Schwielochsee unter die Lupe genommen werden. Das kündigt der Geschäftsführer des Tourismusverbandes Spreewald Peter Stephan an. Das Potsdamer Umweltministerium hat angekündigt, dafür Geld bereitzustellen. Im Unterschied zu dem mit Förder-Millionen aufgepumpten Radwegenetz gibt es für die Fließe und Seitenarme bislang noch kein touristisches Konzept.

"Wir wollen keinen Schilderwald", versichert Stephan, "aber eine bessere Orientierung." Das helfe letztlich auch, die anhaltenden Konflikte der oft quer im Fließ stehenden Kanu-Amateure mit der Natur und den stakenden Kahnfährmännern zu entschärfen.

Bei der Auswahl der Schilder soll eine einheitliche Linie für den Spreewald erkennbar sein. Ein solches diene auch dem Naturschutz – wenn die Paddler endlich ausgewiesene Ein- und Ausstiegsstellen finden, Rast- und Campingmöglichkeiten, kanufreundliche Unterkünfte und sichere Parkplätze für ihre Autos gezielt ansteuern können.