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Scharfer Meerrettichabend in Kaupen Nummer 6

Lehde. Gleich in der ersten Minute bleibt den Gästen die Luft weg. Tränen treten in die Augen. peb1

Taschentücher werden gezückt. Dabei hatte es Monika Baumgart alias Milena nur gut mit dem Imbiss zum Auftakt der Veranstaltung in der Lehdes "Kaupen Nummer 6" gemeint: Meerrettich im Schinkenröllchen, allerdings mit dem von der kräftigsten Art.

Nachdem die Sinne geschärft waren, erfuhren die Zuhörer über das Spreewaldgemüse, dass es mit 1500 Arbeitsstunden je Hektar das arbeits- und zeitintensivste Produkt ist.

Milena hatte sich deshalb die Arbeitstracht ausgewählt, "um zu zeigen, dass Meerrettich zuallererst etwas mit Arbeit zu tun hat", wie sie erklärte. Obwohl nur Einheimische anwesend waren, gab es dennoch viele Dinge, die auch denen nicht bekannt waren. "Ich wusste gar nicht, dass es mehrere Sorten gibt und das der Anbau der alten angestammten Sorte durch die Spreewaldstiftung gefördert wird", sagte die Klein Raddenerin Doris Jürrich.

Andreas Wetzel aus Lübbenau zeigte sich vom Abend sehr angetan: "Milena kann Fakten gut mit Emotionen mischen und versteht es, die Zuhörer mitzunehmen. Sie lebt vor, was sie erzählt."