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Saßleben
Gemeindezentrum für Saßleben

In diesem Schuppen ähnlichen Gebäude ist die Saßlebener Feuerwehr untergebracht. Das wird abgerissen. 2018 soll in der Nähe ein Gemeindezentrum mit Feuerwehrhaus gebaut werden.
In diesem Schuppen ähnlichen Gebäude ist die Saßlebener Feuerwehr untergebracht. Das wird abgerissen. 2018 soll in der Nähe ein Gemeindezentrum mit Feuerwehrhaus gebaut werden. FOTO: Kuschy / LR
Saßleben. Die Planungen für das 650 000 Euro teure Haus laufen. Ende 2018 soll es gebaut sein.

Die Feuerwehr Saßleben ist erbärmlich untergebracht – in einem Schuppen am Gutshofrand. Nun soll sie demnächst ein hochmodernes Auto bekommen, das knapp 300 000 Euro kostet, in dieser Behausung aber nicht untergebracht werden kann. Doch es gibt Licht am Ende des Tunnels. In der Nähe soll ein neues Gemeindezentrum fürs Dorf und die Feuerwehr gebaut werden. Ein entsprechender Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zum Haushalt 2018 ist am 29. November zu erwarten.

Planungsbeginn für das Haus mitten im Einzeldenkmal Gutshof war bereits vor drei Jahren. 2ß15 gab es die Baugenehmigung, Fördermittel wurden beantragt. Damit war auch der Weg frei für die weitere Feinplanung. Wie Planer Enrico Lehmann sagt, müsse die alte Behausung abgerissen und ein völlig neues Haus gebaut werden. Das Ausschreibungsverfahren werde voraussichtlich im Januar laufen, so dass im März abgerissen werde und im April mit dem Baustart zu rechnen sei. „Unser Ziel ist, Ende 2018 komplett fertig zu sein mit dem Gemeindezentrum“, sagt der Planer, der dem Calauer Bauausschuss Details dieses Vorhabens vorgestellt hat. Allerdings seien auch die Archäologen mit ins Boot zu holen – ein Unsicherheitsfaktor. Er fürchte aber keine spürbaren Auswirkungen auf den Bauverlauf.

Die Fahrzeughalle wird so groß sein, dass das neue Feuerwehrauto vernünftig untergestellt werden kann. Ein Schulungs- und Gemeinschaftsraum soll sowohl von den Einwohnern als auch den Feuerwehrleuten genutzt werden können. Umkleideräume, ein Abstellraum, Sanitärbereich, ein Wasch- und Duschraum werden im Gemeindezentrum unterbracht. Das erhält zudem eine Fußbodenheizung, die an eine Wärmepumpe gekoppelt ist.

Einfach hätten sich die Verhandlungen mit dem Denkmalschutz nicht gestaltet, wie Enrico Lehmann versichert. Es habe sich jedoch gelohnt. Das Gebäude mit Fahrzeughallen-Anbau werde ein anthrazit farbenes Dach haben und statt Holz- nun Kunststofffenster eingebaut bekommen. „Das ist ganz einfach auch eine Kostenfrage“, kommentiert der Planer. Alles in allem koste das geförderte Gemeindezentrum ohnehin rund 650 000 Euro. Die Außenanlagen werden gepflastert, die Zufahrt zur Halle könnte aus aufgehelltem Asphalt bestehen. Wer zum Gemeindezentrum möchte, kann sein Auto am Gutshofweg parken.