ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 19:52 Uhr

Fahrbahnerneuerung
Straßenbau auf der A 15 im Soll

 Auf Abschnitten der A15 laufen die Arbeiten für eine neue Deckschicht auf Hochtouren. Betonkrebs hat die Arbeiten notwendig gemacht, die sich bis in den Herbst hinziehen. Insgesamt sind zwischen Spreewald-Dreieck und der Anschlussstelle Vetschau rund zwölf Kilometer zu sanieren.
Auf Abschnitten der A15 laufen die Arbeiten für eine neue Deckschicht auf Hochtouren. Betonkrebs hat die Arbeiten notwendig gemacht, die sich bis in den Herbst hinziehen. Insgesamt sind zwischen Spreewald-Dreieck und der Anschlussstelle Vetschau rund zwölf Kilometer zu sanieren. FOTO: Uwe Hegewald
Boblitz. Es geht voran auf der Autobahn 15 zwischen Spreewald-Dreieck und Cottbus. Die ersten sechs Kilometer in Richtung Vetschau sollen bis Ende Juni saniert sein. Von Uwe Hegewald

Geduld und Aufmerksamkeit wird Kraftfahrern derzeit auf der Bundesautobahn A15 abverlangt. Auf rund zwölf Kilometern Länge wird dort der Fahrbahnbelag saniert. Inklusive Beeinträchtigungen durch weniger Fahrspuren, die zur Verfügung stehen, Geschwindigkeitsreduzierung oder aufgewirbelten Staub. Der Schwerpunkt der Arbeiten konzentriert sich derzeit auf einen rund sechs Kilometer langen Abschnitt zwischen dem Spreewald-Dreieck in Richtung Forst.

„Bis Ende Juni soll dieser erste Abschnitt fertiggestellt sein, um dann nahtlos in die zweite Phase bis zur Anschlussstelle Vetschau überzugehen“, informiert Thomas Mattuschka, Bauüberwacher des Landesbetriebes Straßenwesen, Dezernat Bau-Süd. Bis Ende Oktober soll der Verkehr dann auf diesem stark frequentierten Autobahnabschnitt in Richtung Polen wieder reibungslos laufen.

Betonkrebs zerstört A15

Wie Thomas Mattuschka berichtet, ist die Autobahn zwischen Spreewald-Dreieck und Cottbus Mitte der 90er Jahre ausgebaut worden. „Eigentlich sollte eine Fahrbahn länger als 25 Jahre halten. AKR hat dem aber einen Strich durch die Rechnung gemacht“, so der Bauüberwacher. AKR steht für Alkali-Kieselsäure-Reaktion – „Betonkrebs“ genannt. Vor rund zwei Jahren sind erste Probleme aufgetreten, der Verkehr wurde auf eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h reduziert und mit den Planungen begonnen. An dem Auftragen einer neuen Deckschicht führte letztendlich kein Weg vorbei. „Die marode Decke wird komplett aufgebrochen, zwischengelagert und durch eine 30 Zentimeter starke Deckschicht ersetzt“, erklärt Mattuschka.

Günstig: Aufgebrochener Beton kann in den Unterbau verarbeitet werden. „Da dieser langlebiger als der ursprüngliche Unterbau ist, bietet sich ein Austausch an“, begründet der Bauüberwacher. Für Anfang Juni kündigt er den Einsatz des „Betonfertigers“ an, eine Baumaschine auf Kettenlaufwerk, die insbesondere beim Autobahn- und Straßenbau zum Einsatz kommt, aber auch bei der Errichtung von Roll- und Parkflächen auf Flughäfen. Thomas Mattuschka räumt ein, dass der Begriff „Betonfertiger“ ein wenig irreführend ist, da diese Spezialmaschine Beton nicht herstellt, sondern verarbeitet und auf entsprechend vorbereitete Untergründe ausbringt.

 Alte Deckschicht findet Wiederverwendung. Thomas Mattuschka zeigt ein Bruchstück.
Alte Deckschicht findet Wiederverwendung. Thomas Mattuschka zeigt ein Bruchstück. FOTO: Uwe Hegewald

Ab Juni auf einer Spur Richtung Berlin

Bei starkem Regen müsse der Einsatz unterbrochen werden, um die Qualität der Deckschicht nicht zu gefährden, in die zur Stabilität zusätzlich Dübel eingebracht werden. Um dem betonspezifischen „Schwinden“ (Volumenabnahme beim Erstarren) entgegenzuwirken, werden im Beton zeitnah Fugen geschnitten und diese später mit Dichtgummis versehen.

Mit dem bisherigen Verlauf der Straßenbaumaßnahme zeigt sich der Bauüberwacher zufrieden. „Bis Ende Juni bleibt die Autobahnanschlussstelle Boblitz in Richtung Forst noch geschlossen“, informiert er und kündigt weitere Bauvorhaben auf der A15 an. So werde die Asphaltdecke zwischen der Anschlussstelle Cottbus-West bis Höhe Eichow auf einer Länge von rund zehn Kilometer erneuert. In Richtung Berlin geht es daher ab 3. Juni nur auf einer Fahrspur voran. Im Zuge der Bauarbeiten werde die Anschlussstelle Cottbus-West ab 11. Juni in Richtung Spreewald-Dreieck/Berlin für rund zwei Wochen gesperrt.