„Von der Zahl der Einsätze war das Jahr 2004 für unsere Wehr ein durchschnittliches“ , resümiert Fred-Hagen Karzenburg, stellvertretender Ortswehrführer. 71 Einsätze, davon 14 bei Bränden und 57 technische Hilfeleistungen bei Unfällen, stehen in der Jahresstatistik. Sieben Menschen konnten durch den Einsatz der Feuerwehrleute gerettet werden.
Einen schweren Einsatz hatten die Feuerwehrleute, die am 10. Oktober zu einem Verkehrsunfall zwischen Schlabendorf und Zinnitz gerufen wurden und hier bei der Bergung von zwei Toten vor Ort waren.
Zu einem großer Einsatz rückte die Calauer Wehr am 12. Mai aus. Aus einem Flüssiggasbehälter in Altdöbern vor einem Einkaufsmarkt war Gas ausgeströmt. Hier waren 13 Feuerwehrleute aus Calau sieben Stunden im Einsatz und unterstützten die Altdöberner Wehr. Auch aus Senftenberg waren Spezialkräfte herangeholt worden. So brauchten die Calauer nicht ihren Messwagen einzusetzen, der für solche Katastrophenfälle seit drei Jahren bereitsteht.
Mit dem Hubretter TLK 23, der im vergangenen Jahr angeschafft wurde, erfüllte sich ein lang gehegter Wunsch der Freiwilligen Feuerwehr Calau. Am 27. August war die neue Technik auf dem Marktplatz mit Salutschießen übergeben worden. Für die Besucher gab es einen einmaligen Anblick: drei Drehleitern und drei Hubsteiger auf einem Platz. Befreundete Wehren hatten ihre Technik mitgebracht. „Unsere Drehleiter war 36 Jahre alt, sie steht jetzt in Boblitz beim Feuerwehrverein, der sich um die Historie kümmert“ , sagt Fred-Hagen Karzenburg. Beim anschließenden Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr nutzte mancher Besucher die Gelegenheit, mal mit dem Korb nach oben zu fahren. Das erste Mal zum Einsatz kam der neue Hubretter am 22. Oktober, berichtet der stellvertretende Ortswehrführer schmunzelnd. „Wir wurden zu einem Wohnungsbrand gerufen – dann stellte sich heraus: Zwei brennende Kerzen in einem Küchenfenster sahen für einen Nachbarn wie Feuerschein in der Wohnung aus.“ In Altdöbern war der Hubretter dann zum Beräumen eines Baumes im Einsatz. Die Wehren aus Calau, Lübbenau, Vetschau und Altdöbern unterstützen sich mit ihre Technik bei den Einsätzen.
Dass die Zusammenarbeit mit Wehren aus der Region und aus den Ortsteilen der Stadt prima klappt, das bewiesen die Feuerwehrleute beim großen Festumzug zum Stadtjubiläum im August. Da wurden alte Handspritzen herausgeholt und aufpoliert, Technik aus den Anfängen der Feuerwehr in Calau rollte ebenso im Zug mit wie Ausrüstungsgegenstände aus DDR-Zeit und moderne Technik, die gezeigt werden konnte. Die Feuerwehr stellte mit ihren 180 Teilnehmern den längsten Teil des Zuges.