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Rosen in die Calauer Kreiselmitte?

Calau. Noch drehen sich Bauausschuss und Calauer Stadtverwaltung ein wenig im Kreis wegen des Kreisels, der gerade gebaut wird. Denn: Er soll am Ende auch bepflanzt werden. Hannelore Kuschy

Wie und womit - dazu gibt es einen Vorschlag der Subatzus Bringmann GbR aus Dörrwalde, doch der gefällt noch nicht so recht. Bodendeckende weiße und rote Rosen, wie sie an verschiedenen Stellen in Calau wachsen, sollen nach den Vorstellungen der Landschaftsarchitekten neben Stauden und Gehölzen gepflanzt werden. Also unter anderem auch Elefantengras und Frühlingsspiere, wie Birgit Schenker vom Bauamt erklärt. Auf jeden Fall solle es eine dezente Bepflanzung werden, weil der Kreisverkehr umgeben sei von denkmalgeschützten Gebäuden wie Kreishaus, alte Post und Polizei. Zu beachten sei auch, dass unter dem Kreisverkehr Leitungen verlegt sein werden.

Der Expertenvorschlag findet unter den Bauausschussmitgliedern wenig Zuspruch. "Der Kreisverkehr hätte schon eine Aussage verdient" - Robert Viktor Scholz als sachkundiger Einwohner nennt den Vorschlag einfallslos. René Riewa (CDU) hätte sich Ideen auch aus der Bürgerschaft gewünscht. Einige Vorschläge kommen aber schon aus dem Ausschuss. David Hänschen als sachkundiger Einwohner hat auch gleich Fotos durch die Reihen gereicht, auf denen Trockenkies-Stauden zu sehen sind, die sich nach seiner Auffassung gut auf einem Kreisel machen würden. Mit Sicherheit wären sie in der Anpflanzung und der jährlichen Pflege weit weniger kostspielig. Insgesamt nämlich würde die aus Dörrwalde vorgeschlagene Bepflanzung samt Pflege in den darauf folgenden zwei Jahren rund 27 000 Euro kosten. Die Kiesstauden dagegen brauchten nicht einmal Bewässerung. Hans-Jürgen Hanisch (Die Linke) findet den Vorschlag "gar nicht schlecht". Gerd Kasprick (CDU) regt an, "Stadt Calau" einzuarbeiten, denn der Kreisverkehr liege auf der bislang vielbefahrenen Landesstraße 52. Alle Vorschläge, so Bürgermeister Werner Suchner (parteilos), würden gesammelt und kämen nach der Sommerpause noch einmal auf den Tisch.