Seine Ehrung krönte die 18. Dankes- und Auszeichnungsveranstaltung des Verbandes, der kürzlich sein 20-jähriges Bestehen feierte.

Unter dem Vorwand, er möchte doch bitte Feuerwehrjubilare aus Calau zur Auszeichnungsveranstaltung chauffieren, ist Klaus Schmogrow nach Bronkow gelockt worden. Dass ihm das Ehrenzeichen verliehen wird, hatten die Veranstalter dem Löschmeister bewusst verschwiegen. Den Grund der Ehrung bekamen die anwesenden Feuerwehr-Jubilare von Moderator Fred-Hagen Karzenburg mitgeteilt: "Klaus Schmogrow und seinem männlichen Nachwuchsteam (AK 10-14) ist es gelungen, den Landesmeistertitel in den Landkreis OSL zu holen", würdigte der Kreisjugendfeuerwehrwart.

Der Wettbewerb hatte am dritten Septemberwochenende in Ludwigsfelde stattgefunden. Seinem Wirken, seiner Beharrlichkeit und seinen Motivationskünsten sei es zu verdanken, dass das junge Team in der Summe aller drei Wettkampfdisziplinen am Ende vorn lag.

"Insgesamt ist das Feuerwehrehrenzeichen des KFV-OSL, seit seiner Einführung vor zehn Jahren, 147 Mal verliehen worden", informierte Verbandschef Manfred Mrose. Er nutzte die Gelegenheit, um eine Lanze für "seine" knapp 4000 Feuerwehrleute zu brechen. "Sie sind die Ersten am Einsatzort und oftmals die Letzten, die diesen wieder verlassen", befand er.

Mrose bedauerte "die Unkenntnis vieler Mitbürger über die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren". Das ehrenamtliche Wirken müsse stärker ins Bewusstsein der Gesellschaft gerückt werden, forderte der KFV-Vorsitzende. Landrat Siegurd Heinze bezeichnete den KFV als Sprachrohr für mehr als 100 Feuerwehren- beziehungsweise Ortswehren und als "Lobbyverband".

Der Landkreis benötige auch eine klare, feste Stimme, um in Feuerwehrbelangen voranzukommen, so der Chef der Kreisverwaltung. Stellvertretend nannte er die Einführung des Digitalfunks im Landkreis. Überzeugende Argumente des KFV hätten letztendlich dazu geführt, dass der Landkreis für die Digitalumstellung rund 850 000 Euro beisteuerte. Weitere Mittel kamen vom Land und von den Kommunen.

Überhaupt seien es die Städte und Gemeinden, die als Träger des Brandschutzes die finanzielle Hauptlast zu tragen hätten, ließ Siegurd Heinze die Jubilare wissen. Insgesamt sind es 117 Feuerwehrleute zwischen Ortrand und Ragow, die in diesem Jahr ein stattliches Jubiläum feiern können. 57 Männer und Frauen blicken auf 40 Dienstjahre zurück, 33 auf 50 Jahre und 24 auf 60 Jahre.

In Hermsdorf leben mit Konrad Lehmann, Manfred Socher und Heinz Paulick sogar drei Kameraden, die sich vor 70 Jahren in die Feuerwehr einreihten. Jubilare, die nicht an der Auszeichnungsveranstaltung teilnehmen konnten, bekommen die Ehrennadeln und -medaillen nachgereicht.