Von Daniel Preikschat

45 000 Menschen haben am ersten Juli-Wochenende die 47. Ausgabe des Spreewald- und Schützenfestes in Lübbenau besucht. Fast die komplette Altstadt – zwischen Topfmarkt und Großer Spreewaldhafen sowie zwischen Poststraße und Schlossbezirk – war eine einzige große Fest- und Flaniermeile. Allein am sonntäglichen Kahnkorso mit mehr als 50 Teilnehmergruppen erfreuten sich Tausende Altstadtbesucher. Am Mittwoch nun treffen sich die Organisatoren in der Arbeitsgruppe Spreewald- und Schützenfest erstmals wieder, damit auch die 48. Ausgabe ein Erfolg wird.

Jedoch: Zwei wichtige Mitstreiter und Ideengeber haben das Team verlassen. Christina Balke, seit Ende der 90er-Jahre Vorsitzende der Arbeitsgruppe, zieht sich zurück. Und Rathaus-Mitarbeiterin Antje Kaczmarek, die dem Fest viele inhaltliche Impulse geben konnte, ist umgezogen ins sächsische Radibor. Die Last der Organsisation ruht nun auf den Schultern zweier junger Männer.

Daniel Schmidgunst übernimmt für Christina Balke den Vorsitz. Der stellvertretende Geschäftsführer der Spreewald-Touristinformation hat jahrelange Erfahrung bei der Spreewaldfestvorbereitung. Er habe „das Glück“, sagt er, den Vorsitz in einer Arbeitsgruppe übernehmen zu dürfen, die dank Christina Balke bestens aufgestellt sei. Den Part Antje Kaczmareks übernimmt Philipp Hoffmann. Er arbeitet seit dem 1. November in der Lübbenauer Stadtverwaltung und stammt auch aus der Spreewaldstadt. Mit einem Master für Angewandte Medienwissenschaft war der 34-Jährige zuletzt sechs Jahre in der Markt- und Medienforschung tätig. Aus Berlin zog es ihn zurück in die Heimat, sagt er. Im Rathaus ist er nun zuständig für den Bereich Kultur-, Wohlfahrt- und Jugendpflege.

Damit arbeiten die Lübbenauer nur einen Steinwurf voneinander entfernt in der Altstadt. Kurze Wege sollten der guten Zusammenarbeit förderlich sein, sagen sie. Von Vorteil sei wohl auch, dass sie sich schon seit Schulzeiten kennen, beide in der hiesigen Musikszene unterwegs sind. „Ich denke, die Chemie stimmt zwischen uns“, so Daniel Schmidgunst.

Zeigen dürfte sich das bereits am Mittwoch dieser Woche, wenn die Arbeitsgruppe Spreewald- und Schützenfest erstmals in neuer Besetzung tagt. Wie schon im Jahr 2017 soll es früh losgehen mit der Planung, so Schmidgunst weiter. Zu Jahresbeginn gibt es ein Treffen mit den Festteilnehmern der vergangenen Jahre sowie Interessierten. Die Einladungen dafür gehen demnächst raus. Schlosspark, Lübbenauer Gurkenmarkt, Topfmarkt und Poststraße sind, das steht schon fest, vom 4. bis 7. Juli 2019 wieder die Festbereiche. Entsprechend viele Künstler und Bands sind anzufragen, außerdem der Kahnkorso vorzubereiten. Die bunte Schau der Kähne soll mindestens genauso prächtig sein wie in diesem Jahr, so Daniel Schmidgunst. „Hoffentlich sogar noch eine Spur prächtiger und vielfältiger“.