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Reservat gibt Tipps zu Findeltieren

Lübbenau. Wälder, Wiesen und Flure des Biosphärenreservates Spreewald sind derzeit eine riesige Kinderstube. Viele Singvögel werden jetzt flügge und verlassen nach und nach ihre Nester. red/SvD

Dabei kann es vermehrt vorkommen, dass man auf scheinbar hilflos am Boden sitzende Jungvögel, die schon fast voll befiedert sind, stößt. Darauf macht die Reservatsverwaltung in einer Pressemitteilung aufmerksam. Und sie gibt Tipps, was zu tun ist.

Es gilt: nicht berühren. "Die meisten Jungvögel rufen, weil sie Hunger haben. Und auch, wenn sie verlassen scheinen, nur keine Sorge: Die besorgten Eltern füttern ihren Nachwuchs außerhalb des Nestes, wenn der erste flatterige Flugstunden unternimmt", heißt es weiter. Gerade junge Amseln und Drosseln, aber auch andere Arten wie junge Eisvögel, würden das viel zu eng gewordene Nest vor der Flugzeit verlassen. Das Problem: Wenn Menschen dem kleinen Federball zu nahe kommen, dann wagen sich die Eltern nicht an den Nachwuchs heran. Gegebenenfalls sollte man auch die Katze zwei Tage im Haus lassen. Sitzen Jungvögel an Straßenrändern oder ähnlichen Gefahrenorten, dann am besten zehn bis 15 Meter forttragen und auf einen sicheren Ast setzen. "Wichtig ist, dass die Jungen im Brutrevier der Eltern bleiben."

Sollte man einem verletzten großen Vogel (Adler, Eule, Greif und Storch) begegnen, dann sollte man unverzüglich die unteren Naturschutzbehörden bei den Landkreisen informieren.

Kontakte Untere Naturschutzbehörden:

Landkreis Dahme-Spreewald in Lübben 03546 20-2333

Landkreis Oberspreewald-Lausitz in Calau 03541 870-3485