Als Karl Pommée im Februar 1992 als Geschäftsführer das Ruder übernahm, war das Kaufhaus bereits total umgekrempelt. Ein Lebensmittelmarkt, ein neues Restaurant und eine neue Technik-Abteilung mit rund 2000 Quadratmetern waren eingezogen.
„Bei meiner ersten Fahrt nach Cottbus strömte von draußen beißender Braunkohlegeruch durch mein Autofenster. Da wusste ich: Ich bin auf der richtigen Strecke“ , hatte Karl Pommée vor einigen Jahren einmal erzählt. Gleich in seinem ersten Jahr habe der Umsatz Rekordhöhe erreicht: umgerechnet 37 Millionen Euro. „Das wurde später nie mehr geschafft.“
Der spätere Geschäftsführer Kai Diercks erinnert sich in einem Filmbeitrag zum
35. Geburtstag des Kaufhauses: „Wir konnten die Nachfrage in den ersten Jahren nach der Wende manchmal nicht befriedigen, weil wir gar nicht so viele Waren herschaffen konnten.“
Ende des Jahres 1994 fusionierte Horten mit der Warenhaus AG. Nach früheren Angaben von Diercks wurden umgerechnet weitere rund 7,5 Millionen Euro investiert. Eine neue Klimaanlage sei installiert worden. Die Fassade sei völlig überarbeitet und ein riesiges neues Rolltreppenauge in die Mitte des Warenhauses gepflanzt worden. Mit 70 neuen Parkplätzen im Untergeschoss öffnete das Warenhaus am 27. April 1995 zum Beginn der Bundesgartenschau als neues Einkaufsparadies. Der heutige Leiter der Betriebsabteilung, Ulrich Scheiter, erklärt: Die Erweiterung auf heute rund 12 000 Quadratmeter sei in zwei Schritten erfolgt, und zwar in den Jahren 1994/95 und 1998.
Im Jahr 1998 ist das Kaufhaus auf das Galeria-Konzept umgestellt worden. Rund 50 Markenshops gibt es inzwischen dort. Galeria Kaufhof-Geschäftsführerin Christine Rödiger, die das Warenhaus seit dreieinhalb Jahren führt, ist überzeugt: „Wir werden auch noch in fünf Jahren das größte Kaufhaus in Brandenburg sein.“ (jb)