Kuba vom Gut Kemmen ist der zweitteuerste Bulle auf der Fleischrind-Bullen-Auktion unter der Woche in Groß Kreutz (Havel) geworden. Das Tier - ein Uckermärker - stammt aus der Zucht des Calauer Landwirts Peter Schollbach. Der stationsgeprüfte Bulle mit einer beachtlichten Prüftagszunahme von 2184 Gramm kam für 7000 Euro unter den Hammer und wechselt nun in die Besamungsstation der RBB Rinderproduktion Berlin-Brandenburg GmbH. Zum Vergleich: die erzielten Durchschnittspreise auf der Messe bewegten sich zwischen 2700 und 4100 Euro. „Das Ergebnis ist umwerfend, ich habe heute noch Herzklopfen“, sagt Peter Schollbach nach der Bekanntgabe. „Ich bin hocherfreut, dass auch mal ein Bulle in die Besamungsstation geht“, so der Landwirt.

So werden die Rinder bewertet

Bewertet werden bei einer solchen Auktion Faktoren wie Bemuskelung, Skelett, Fleischleistung, Auktionsgewicht und Tageszunahme. Aus der unmittelbaren Region präsentierten auch Steffen Panzner aus Missen (Ortsteil von Vetschau) sein „Limousin“ (Rinderrasse aus der gleichnamigen Region Limousin in Zentral-Frankreich) und Andreas Buchan aus Raddusch (Ortsteil von Vetschau) sein „Angus“ (Rinderrasse, die ursprünglich aus Schottland stammt). Die Tiere schafften es laut Schollbach zwar nicht in die Besamungsstation des RBB, konnten aber an andere Mutterkuhbetriebe versteigert werden.

Neuer Rekordpreis bei Bullen-Auktion erzielt

Den Rekordpreis auf der Auktions-Messe in Groß Kreutz erzielte der Fleckvieh-Bulle Anton aus der Glaser GbR. Für sagenhafte 20 000 Euro versteigerte Auktionator Torsten Kirstein den begehrten Bullen an die Besamungsgenossenschaft Wölsau. Dieser Wert wurde in der Auktionsgeschichte des Brandenburger Rindermarktes noch nie erreicht. Insgesamt konnten in Groß Kreutz von 74 Bullen, die unter den Hammer kamen, 67 verkauft werden. Die Bullen-Auktion findet einmal im Jahr statt.

Calau