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| 12:07 Uhr

Ordnungsamt Vetschau zieht Bilanz
Rekord-Bußgeldsaison in Laasow

Die schwimmenden Häuser sind Markenzeichen am Gräbendorfer See. Doch die Idylle wird getrübt, denn Ordnungsamt und Polizei haben für den Bereich zwischen Laasow und Wüstenhain 212 Verstöße gegen das Wald- und Straßenverkehrsgesetz sowie nach ordnungsbehördlicher Verordnung registriert.
Die schwimmenden Häuser sind Markenzeichen am Gräbendorfer See. Doch die Idylle wird getrübt, denn Ordnungsamt und Polizei haben für den Bereich zwischen Laasow und Wüstenhain 212 Verstöße gegen das Wald- und Straßenverkehrsgesetz sowie nach ordnungsbehördlicher Verordnung registriert. FOTO: LR / Rüdiger Hofmann
Vetschau/Laasow. Ordnungsamt meldet Anstieg der Verstöße am Gräbendorfer See um das Vierfache. Von Rüdiger Hofmann

Die Stadt Vetschau meldet für dieses Jahr eine Rekordzahl an Bußgeldverfahren am Gräbendorfer See. So wurden 21 Bußgeldverfahren in der Saison eingeleitet, vier Mal so viele wie 2017 (fünf) und 2016 (ebenfalls fünf). Darüber hat Nadine Wegner, Fachbereichsleiterin Ordnung und Soziales der Stadt Vetschau, die Abgeordneten im jüngsten Tourismusausschuss informiert.

Insgesamt hat es in diesem Jahr von Ordnungsamt, Polizei und Forst 73 Kontrollfahrten in diesem Gebiet gegeben. „Dabei wurden 212 Verstöße gegen das Straßenverkehrsgesetz, die ordnungsbehördliche Verordnung der Stadt Vetschau und gegen das Wald-Gesetz des Landes Brandenburg festgestellt“, sagt Nadine Wegner. Häufigste Verstöße gegen die ordnungsbehördliche Verordnung waren offenes Feuer und Grillaktivitäten, das Aufstellen von Wohnwagen und Zelten, das Be- und Überfahren des Radrundweges mit Fahrzeugen sowie das Abstellen beispielsweise von Motorrädern im Uferbereich.

Als Ergebnis der Kontrollfahrten wurde außerdem registriert, dass einige Pkw-Fahrer trotz Waldbrandwarnstufe mit ihren Autos den Wald bei Laasow durchfuhren und ihre Pkw dort auch abstellten. „Und in der Stichstraße bei Wüstenhain standen regelmäßig in den Sommermonaten zahlreiche Autos im absoluten Halteverbot. Ein Verstoß gegen das Straßenverkehrsgesetz“, sagt Nadine Wegner. Entsprechende Verbotsschilder wurden dabei einfach ignoriert. 78 Verwarngelder seien inzwischen ausgesprochen worden, teilt die Stadt mit.

Insgesamt zieht das Ordnungsamt ein durchwachsenes Fazit zur Saison am Gräbendorfer See. „Es gab dort keinen Badeunfall, keinen Waldbrand, stattdessen aber einen Besucheransturm aufgrund des tollen Wetters“, so Nadine Wegner. Forst, Ordnungsamt und Polizei hätten gut miteinander kooperiert. Eine Politesse wurde ehrenamtlich in den Monaten Juni bis August beschäftigt. Es gab kontinuierliche Absprachen mit Anrainern und Anliegern. Sorgen würden allerdings die Zweiräder, das Parken auf privaten Flächen sowie freilaufende Hunde bereiten. „Vollumfängliche Kontrollen sind einfach nicht möglich“, so die Fachbereichsleiterin.

Aus Sicht der Polizei sei die Saison „überschaubar“ gewesen. „Die Beschilderungen an den privaten land- und forstwirtschaftlichen Flächen sowie Wegesperren wie Poller und Schranken sind allerdings noch unzureichend“, teilt die Polizei mit. Beispielhaft für besondere Vorkommnisse nennt die Polizei ein Lagerfeuer Anfang Juli, eine Körperverletzung am 22. Juli sowie zwei Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz durch Kradfahrer Anfang August.

„Wir versuchen, kontinuierlich die Sicherheit und Ordnung am See zu verbessern“, sagt Nadine Wegner. Mit der Einrichtung von Wegesperren in Angrenzung zum Radrundweg (Findlinge, Gräben), dem Bau eines barrierefreien Toilettenhauses am Laasower Strand, dem Aufstellen von Toilettenkabinen am Wüstenhainer Strand sowie dem Bau von versenkbaren Pollern auf dem Radrundweg. Der Radrundweg werde zudem regelmäßig gereinigt und Sträucher zurückgeschnitten. „Auch Müllcontainer und Müllbehälter wurden bereits aufgestellt“, so Wegner.

Die Stichstraße in Wüstenhain: Vor allem in den Sommermonaten parkten dort immer wieder Autofahrer im absoluten Halte- und Parkverbot.
Die Stichstraße in Wüstenhain: Vor allem in den Sommermonaten parkten dort immer wieder Autofahrer im absoluten Halte- und Parkverbot. FOTO: Stadt Vetschau