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| 15:51 Uhr

Dauereinsatz
Regenfront hilft Feuerwehr bei „Materialschlacht“

16 Feuerwehren und eine Drohne waren am Freitagnachmittag am Schönfelder See im Einsatz, um einen Flächenbrand zu bekämpfen. Zeitgleich brannte es auch im Wald bei Plieskendorf.
16 Feuerwehren und eine Drohne waren am Freitagnachmittag am Schönfelder See im Einsatz, um einen Flächenbrand zu bekämpfen. Zeitgleich brannte es auch im Wald bei Plieskendorf. FOTO: LR / Daniel Preikschat
Calau. Fast 30 Feuerwehren mussten sich am Wochenende mit Flächenbränden im Raum Calau herumschlagen.

Vor allem Calauer Feuerwehren waren Freitag und Samstag bei Dauereinsätzen extrem gefordert. Zunächst brach am Schönfelder See zwischen Bathow und Schönfeld ein großflächiger Brand aus, dem sich 16 Feuerwehren entgegenstellten. Laut Einsatzbericht konnte auf LMBV-Sperrfläche nur der Feuersaum mit Strahlrohren und Feuerpatschen zurückgedrängt und ein Löschriegel aufgebaut werden. Einsetzender Regen half dann aber den Feuerwehren und löschte den Brand weitgehend. Den nötigen Überblick verschaffte sich die Einsatzleitung, die am Parkplatz am Museum „Mobile Welt des Ostens“ ihren Standort hatte, dank einer Drohne von Johanniter Flight. Wegen der Sperrgebietausweisung hätte sonst erst ab der L 55 gelöscht werden können.

Noch während des Einsatzes in Bathow brach nahe Plieskendorf ein Waldbrand aus. Weitere Ortswehren unter anderem aus Reuden und Saßleben, aber auch aus entfernteren Orten wie Drebkau und Lauchhammer wurden alarmiert. Zusätzlich konnten bereits nach Bathow ausgerückte Feuerwehren nach Plieskendorf abgezogen werden, heißt es im Einsatzbericht.

Neben einer Waldfläche, die vor einem Monat in Flammen aufging, brannte es nun wieder, so die Einsatzleitung. Problem diesmal sei die schwierige Wasserversorgung gewesen. Sie musste über einen Pendelverkehr der Tanklöschfahrzeuge sichergestellt werden. Erst um 22 Uhr war für 140 Feuerwehrleute der Einsatz beendet. Zumindest für die meisten von ihnen. Die Ortswehren Gollmitz, Mehßow, Groß Jehser, Zinnitz und Calau überwachten die gelöschte, etwa drei Hektar große Brandstelle die Nacht über.

Am Samstagmorgen ließ auffrischender Wind die Glutnester erneut aufflammen, sodass 70 Kameraden aus Calau und Bronkow wieder zur Stelle waren. Das Löschwasser wurde diesmal aus einem See über eine 2500 Meter lange Wasserversorgung herangeführt. Die gesamte Brandfläche wurde erneut abgelöscht. Am Nachmittag hieß es: „Feuer aus!“ – dank einer „massiven Materialschlacht“ und eines „enormen Kräfte-Einsatzes“, so die Einsatzleitung.