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| 14:11 Uhr

Erfolgreiche Taubenzucht in Altdöbern
Wenn der Vater mit dem Sohne

 Heiko Mattuschka und Sohn Chris Szardin züchten Niederländische Schönheitsbrieftauben in jeweils unterschiedlichen Farbschlägen.
Heiko Mattuschka und Sohn Chris Szardin züchten Niederländische Schönheitsbrieftauben in jeweils unterschiedlichen Farbschlägen. FOTO: Uwe Hegewald
Altdöbern/Großräschen. Rassetaubenzüchter-Paar aus Altdöberner Verein gewinnt zwei Deutsche-Meister-Titel. Im Schnitt arbeitet das Duo mit jeweils fünf Brutpaaren. Von Uwe Hegewald

Gerhard Kilian hatte schon „so eine Ahnung“. „Der Heiko und der Chris sind seit Kindheitsbeinen mit der Rassetaubenzucht verbunden. Da sind große Erfolge vorprogrammiert“, sagt der Vorsitzende des Altdöberner Kleintierzuchtvereins (KTZV). Die Rede ist von Heiko Mattuschka (53) und seinem Sohn Chris Szardin (27), die Ende Januar aus Kassel mit Deutschen Meistertiteln zurückgekehrt sind. Beide mit Niederländischen Schönheitsbrieftauben, jedoch in unterschiedlichen Farbenschlägen. Heiko Mattuschka in der Kategorie rotfahl mit Binden, Junior Chris im Farbenschlag schwarz. „So oft kommt das nicht vor, dass Vater und Sohn gleichzeitig deutsche Meistertitel erringen. Wir hatten eben Glück“, sagt der Großräschener sehr bescheiden.

Die züchterische Arbeit begann bei Heiko im Alter von zehn, bei Chris mit elf Jahren. Beide halten ihre Niederländischen Schönheitsbrieftauben in geschützten Vollieren, in einer gemeinsamen Anlage in Altdöbern und konnten mit der noch relativ jungen Rasse bereits sechs Deutsche Meisterschaften in drei Farbenschlägen erringen. Dass sich das Züchterpaar zu den Niederländischen Schönheitsbrieftauben hingezogen fühlt, kommt nicht von ungefähr: „Sie kommen den klassischen Brieftauben in Form und Charakter sehr nah“, erklärt Heiko Mattuschka, der einst mit der Brieftaubenzucht begonnen hat. Sein Einstieg in das Züchten von „Renntieren der Lüfte“ jährt sich in diesem Jahr zum 40. Mal.

2007 folgte dann der Umstieg auf die heutige Rasse. An das zeit- und auch kostenintensive Hobby ist er durch Vater Reinhard Mattuschka herangeführt worden. Zumindest hier kommt der Faktor Glück ins Spiel. Der Rentner unterstützt seinen Sohn und den Enkelsohn, wann immer er kann. „Als unser Futtermeister trägt Vater genauso viel Anteil an unseren Erfolgen“, sagt Heiko Mattuschka. Der funktionierende „Drei-Generationen-Zuchtbetrieb“ stellt sicher, dass die Tiere auch bei Krankheit, im Urlaub oder während der Zeit der Ausstellungen versorgt sind.

Bei den Deutschen Meisterschaften des Verbandes Deutscher Rassetaubenzüchter (VDT) gab es einige Herausforderungen. „Wir hatten 60 Tiere im Gepäck, Rassetauben von Joachim Jacobick (Altdöbern) und Toralf Golzbuder (Krieschow). Mittwoch ging es hin und wieder zurück, Sonntag haben wir unsere Tiere wieder abgeholt“, so das Vater-Sohn-Gespann. Die zurückgelegten 1800 Kilometer hätten sich aber gelohnt. Mit 570 Punkten (Chris) und 572 Punkten (Heiko) erzielten die Züchter mit ihren sechs Tieren achtbare Erfolge. Knapp 20 000 Rassetauben stellten sich den Wertungsrichtern, darunter 363 Niederländische Schönheitsbrieftauben in den derzeit anerkannten Farbschlägen.

Übrigens: 2014 stellte Heiko Mattuschka auf der Hauptsonderschau mit integrierter Deutscher Meisterschaft das schönste Tier der Rasse. 2015 gelang im französischen Metz der Vize-Europameistertitel.