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| 10:57 Uhr

Calau
Am Ziel noch vorbeigezogen

Pokalhelden anno 2017: Chris Szardin (l.) nahm den Pokal für seinen Vater Heiko Mattuschka (Kategorie Tauben) entgegen. Kreismeister dürfen sich auch Dennis Buchler (Nachwuchs), Gisela Nowka (Zwerghühner) und Heinz Siems (Hühner/v. l.) nennen. Überreicht wurden die Pokale von Dietmar Schenker (hinten), Kreisverbandsvorsitzender der Rassegeflügelzüchter. Nicht im Bild Lothar Wolf, Kreismeister beim Wassergeflügel.
Pokalhelden anno 2017: Chris Szardin (l.) nahm den Pokal für seinen Vater Heiko Mattuschka (Kategorie Tauben) entgegen. Kreismeister dürfen sich auch Dennis Buchler (Nachwuchs), Gisela Nowka (Zwerghühner) und Heinz Siems (Hühner/v. l.) nennen. Überreicht wurden die Pokale von Dietmar Schenker (hinten), Kreisverbandsvorsitzender der Rassegeflügelzüchter. Nicht im Bild Lothar Wolf, Kreismeister beim Wassergeflügel. FOTO: Hegewald / Hegewald Uwe
Calau. 62. Kreisschau für Rassegeflügel und -kaninchen mit Spannungsmomenten gespickt.

() So knapp ist es auf Kreisschauen der Calauer Kreisverbände für Rassegeflügel und -kaninchen nur selten zugegangen. „Um bei den Zwergen-Hühnern Gisela Nowka als Siegerin zu ermitteln, mussten wir erst in unserer Vereinssatzung blättern. Die Züchterin aus Altdöbern lag mit 377 Punkten gleich auf mit Marion Buchler (Calau) und Wolfgang Herbrich (Plieskendorf)“, teilte Dietmar Schenker mit. Ein „beachtlich“ schob der Kreisverbandsvorsitzende der Rassegeflügelzüchter hinterher, hatte die Züchterin den Titel doch mit nur vier präsentierten Tieren der Rasse Zwerg-Dresdner braun errungen.

Mindestens vier Tiere, darunter mindestens zwei Jungtiere sowie eine Teilnahme an der Junggeflügelschau vor drei Wochen in Altdöbern waren Grundvoraussetzung, um überhaupt am Wettbewerb um den Kreispokal teilnehmen zu können. Die Kreismeistertitel gingen in diesem Jahr an Heinz Siems (Hühner), Gisela Nowka (Zwerghühner), Heiko Mattuschka (Tauben/alle Altdöbern) sowie an Dennis Buchler (Nachwuchsabteilung, Schwarzheide/Calau) und Lothar Wolf (Groß- und Wassergeflügel). Dem Vetschauer ist es als einzigem Rassegeflügelzüchter gelungen, an seinen Kreisjungtier-Titel anzuknüpfen. Bei allen anderen Rassen zogen andere Züchter mit ihren gefiederten Tieren an den vermeintlichen Favoriten vorbei.

Ausstellungs-Leiter Hartmut Buchler macht das unter anderem an den unterschiedlichen Entwicklungen der Tiere fest. „Einige Rassen wie etwa Kröpfertauben benötigen rund ein Jahr, um sich vollständig zu entfalten. Deshalb finden Hauptsonderschauen dieser Rassen erst im Januar statt“, begründete der Vorsitzende des ausrichtenden Kleintierzuchtvereins Calau.

Die eingebundene Vereinsschau des Niederlausitzer Rassetaubenvereins sorgte für mehr Vielfalt in der Ernst-Mähler-Halle. Ausfälle, die aufgrund der Vogelgrippe und den damit verbundenen strengen Haltungsmaßnahmen auftraten, konnten somit kompensiert werden. Toralf Golzbuder (SPN) stellte mit einer gelb-getigerten Altholländischen Kapuziner-Taube das beste Tier der Schau, was dazu führte, den Züchter aus Krieschow die Bundesmedaille zu verleihen.

Vielen wird die Kreisschau als Veranstaltung mit weiblicher Präsens in Erinnerung bleiben. Marion Buchler wurde für ihre unermüdlichen Aktivitäten bei der Vorbereitung der Schau gedankt. Als Besucher wurden die Landtagsabgeordnete Kathrin Dannenberg (Die Linke) und Laura Schuster vom Kreisveterinäramt begrüßt. Von der Züchtergilde wurde der amtlichen Tierärztin (Ressort Tierseuchenbekämpfung) die Bitte aufgetragen, doch dafür zu sorgen, dass die Vogelgrippe um den Landkreis OSL stets einen Bogen macht.