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Radduscher nehmen sich viel vor

Die 1771 erbaute und 2016 rekonstruierte Radduscher Buschmühle dürfte in diesem Jahr wieder viele Besucher anziehen.
Die 1771 erbaute und 2016 rekonstruierte Radduscher Buschmühle dürfte in diesem Jahr wieder viele Besucher anziehen. FOTO: Peter Becker/peb1
Raddusch. Vor allem mit den beiden Projekten Ockerschlamm-Pyramide und Libellenweg für Betagte und junge Familien mit Kindern haben der Kunst- und der Tourismusverein vergangenes Jahr in Raddusch aufhorchen lassen. Beide Vorhaben wurden Landtagsabgeordneten und Regionalpolitikern vorgestellt, um so um deren Verständnis und Unterstützung zu werben. Daniel Preikschat

Tourismusvereinsvorsitzender Peter Becker ließ das bei der Jahreshauptversammlung am Donnerstag im Radduscher "Gasthof zum Slawen" nochmals Revue passieren, wie aus einer Pressemitteilung des Vereins hervorgeht. Respektable sieben Förderanträge habe der Kunstverein insgesamt gestellt, die größtenteils noch bearbeitet werden.

Doch auch für 2017 hat sich der Vetschauer Ortsteil viel vorgenommen: Am 8. Juli macht die Aquamediale Station im Ort, so Peter Becker. Viele Künstler werden dabei ihre Arbeiten vorstellen, der Musikverein Vetschau tritt auf und am Abend gastiert die Bunte Bühne Lübbenau - bei gutem Wetter auf dem Gelände des Hafenhotels und im Bereich des Naturhafens.

Der Jahreshöhepunkt ist für Becker jedoch zweifelslos das Brandenburger Dorf- und Erntefest am 9. und 10. September. Hier sind Vereine und Leistungsträger eingebunden und die Vorbereitungen bereits angelaufen. Anders als bei anderen Ausrichtern des Landesfestes wird es in Raddusch einen Kahnkorso geben. Von 40 angemeldeten Bildern ist inzwischen schon die Rede. Ein Shuttleverkehr zur Slawenburg und zur Buschmühle wird ebenfalls stattfinden, unterstützt von Kremserrundfahrten.

Dabei war die Buschmühle noch 2016 gastronomisch gar nicht nutzbar. Nach der Rekonstruktion werde der idyllische Ort 2017 aber wieder eine Rolle spielen in der Spreewaldsaison, blickt der Vereinsvorsitzende voraus. Inhaber Frank Petzold plane eine gastronomische Versorgung.

Auch für 2017 hat der Tourismusverein wieder einen Marketingplan, der sich an den des Vorjahres orientiert. So wurden 2016 Flyer nachgedruckt, auf denen die Leistungen der Vereinsmitglieder beworben werden. Weiter nahm der Verein an Reisemessen teil, präsentierte sich im Internet, schaltete Anzeigen und initiierte redaktionelle Beiträge.

Viel Zeit und Aufwand, erinnerte Peter Becker, erforderte auch die Arbeit mit den politischen Gremien, Vereinen und Einrichtungen. Das sei auch 2017 wieder unerlässlich.

Zum Thema:
Auf der Grünen Woche Ende Januar in Berlin hat Raddusch den Staffelstab für die Ausrichtung des Brandenburger Dorf- und Erntefestes von Beerfelde (Oder-Spree) übernommen. Die Entscheidung der Jury für das 700-Einwohner-Dorf hatte Agrarminister Jörg Vogelsänger (SPD) im September beim Fest in Beerfelde verkündet.