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| 18:25 Uhr

53 Trachtenpaare
Radduscher Fastnacht zeigte diesmal Regentänze

 Trotz strömendem Regen gab es das ein oder andere Tänzchen. 53 Paare und sieben Kinder gingen beim Fastnachtsumzug durch Raddusch.
Trotz strömendem Regen gab es das ein oder andere Tänzchen. 53 Paare und sieben Kinder gingen beim Fastnachtsumzug durch Raddusch. FOTO: Peter Becker
Raddusch. Traditioneller Umzug fand dennoch bei bester Stimmung statt. Ein Jubiläumsereignis im August spielte eine besondere Rolle. Von Peter Becker

Der Wetterbericht stimmte. Leider. Dieses Wochenende traf ein, wovon der Radduscher Fastnachtsumzug jahrelang verschont geblieben war: Nahezu pünktlich zum Ausmarsch aus dem Hafenhotel setzte der Regen ein. Doch die 53 Paare und neun Kinder waren vorbereitet. Gut verpackt und beschirmt, ging es ins Dorf.

Die Stimmung war fast ausgelassener als sonst. „Wir lassen uns doch nicht vom Regen das Jahresereignis verderben“, war aus dem Teilnehmerfeld zu hören – und die Fichte-Musikanten aus Papitz hauten ordentlich auf die Pauke.

Die Haubenträgerinnen mussten allerdings Obhut geben, denn ihre mit Papier und Pappe verstärkten Lapas – so der wendische Begriff – vertragen keine Feuchtigkeit.

Angeführt wurde der Zug vom Ehrenmitglied des Heimat- und Trachtenvereins Manfred Kliche, dem die Organisatoren zwei Begleitfrauen zur Seite stellten: Martina Buchan und Lena Konzack. Gleich dahinter trugen Kinder, Moritz Müller, Amy Beesk und Harley Vogelsang, ein Schild mit dem Schriftzug „725 Jahre Raddusch“, um auf das Festereignis im August hinzuweisen.

Zum ersten Mal stoppte der Zug am Gasthof zum Slawen. Inhaberfamilie Mutschke gehört zu den Unterstützern des Radduscher Dorflebens. Die Vereinsvorsitzende des Radduscher Heimat- und Trachtenvereins Stephanie Buchan und Ortschronist Manfred Kliche übergaben einen Dankeschön-Strauß an Matthias Mutschke.

Nach einem Aufwärmtänzchen ging es noch einmal durchs Dorf, um bei Anna Hoppenz zu stoppen. Sie gehört mit zu den Dorfältesten, wie auch Gerda Koalenz oder Heinz Güthler, die im Laufe des Nachmittags ebenfalls bedacht wurden. Ziemlich abgekühlt und leicht durchnässt erreichte der Zug die Sport- und Kulturscheune, wo Zeit zum Stärken und zum flüchtigen Abtrocknen war. Nach einer weiteren Umzugsetappe durch das nicht gerade kleine Dorf erreichte der Zug abends zum traditionellen Dorftanz das Hafenhotel. Ludwig Psaar aus Stradow hatte den musikalischen Part übernommen.