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Raddusch
Raddusch hat einen neuen Hingucker

Kathrin Seidel, Marco Bordmann, Torsten Seidel, Katarina und Sven Magdeburg (v.l.) im Wintergarten des Radduscher Hafenhotels.
Kathrin Seidel, Marco Bordmann, Torsten Seidel, Katarina und Sven Magdeburg (v.l.) im Wintergarten des Radduscher Hafenhotels. FOTO: Peter Becker / LR
Raddusch. Hafenhotel hat einen Wintergarten bekommen. Weitere Vorhaben müssen wegen Fachkräftemangel verschoben werden. Von Peter Becker

Mitten in der Ortslage fällt der neue Anbau des Hafenhotels, der Wintergarten, ins Auge. Obwohl groß und dicht an die Dorfstraße grenzend, fügt er sich gut ein.

Das heutige Hafenhotel gehört zu den ältesten Gaststätten im Spreewald. Der Radduscher „Braukrug“ entstand in seiner jetzigen Bauform um 1850, nachdem am gleichen Ort ein eher bescheidenes Lehmfachwerkhaus, erbaut 1524, als Gastwirtschaft diente. Seit 1910 wurde hier eine Zeit lang Bier gebraut. Der Saal mit 200 Plätzen diente den Radduschern bei zahlreichen Festen.

Nach der politischen Wende übernahm eine GmbH das Objekt und baute es 1998 zum Hotel um. Geschäftsführerin wurde Marion Zürn, die die Schlüssel 2010 an Torsten Seidel übergab. Er war bis dahin Pächter des am Dorfende gelegenen „Radduschhof“. Es folgten zahlreiche Um- und Ausbauten, ein Fahrstuhl wurde installiert und in die Barrierefreiheit investiert. Mit dem Wintergarten wurde mehr Kapazität geschaffen (84 Sitzplätze) und gleichzeitig erleichterte Arbeitsbedingungen.

Torsten Seidel: „Wir haben nun einen dritten Raum und können parallel dazu in den anderen Räumen bei Bedarf neu anordnen und eindecken. Gern würde ich auch noch mehr Personal einstellen, aber das gibt der Arbeitsmarkt gerade nicht her.“ Der Hotelier spricht damit eine Sorge aller Dienstleister im Spreewald an. Dem Arbeitskräftemangel ist auch der Aufschub einer weiteren Investition geschuldet. „Eigentlich möchte ich das alte Nebengebäude auf meinem Grundstück zu einer Fitness- und Wellnessoase mit Bowlingbahn umbauen, aber das muss ich vor mir herschieben, bis ich Personal dafür habe“, klagt Torsten Seidel. Erst vor wenigen Tagen hat das Haus seine drei Dehoga-Sterne verteidigen können. Sein Team bereitet sich derzeit in Seminaren auf die Erlangung einer weiteren Servicequalitätsstufe vor.

„Wir haben ausschließlich Leistungen aus Vetschau und Umgebung erworben und präsentieren den neuesten Stand der Wärme- und Energietechnik“, bilanziert Thorsten Seidel zufrieden. Nun soll noch der barrierefreie Zugang vom Hof aus fertiggestellt werden.