| 09:04 Uhr

Vetschau
Querungsstellen auf dem Prüfstand

Bordsteinkante in der Gorkistraße in Vetschau.
Bordsteinkante in der Gorkistraße in Vetschau. FOTO: Kuschy / LR
Vetschau. Seh- und Gehbehinderte haben Probleme in der Vetschauer Kraftwerkstraße.

() In der Vetschauer Kraftwerkstraße machen Einwohnern, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, die Bordsteine an den Querungen auf unterschiedliche Weise zu schaffen. Dabei handelt es sich um acht Nebenstraßen und damit 16 Bordsteinkanten, die auf vorgeschriebene drei Zentimeter abgesenkt sind.

Während sie für Sehbehinderte Zeichen für eine Querung und damit eine Hilfe sind, haben Radfahrer, die wegen der Kanten lieber auf der Straße fahren, Gehbehinderte mit Rollator oder Rollstuhl damit ihre Probleme. Was tun also? Wie kann der kleinste gemeinsame Nenner gefunden werden, mit dem alle gerade noch leben können? Um das herauszufinden, hat sich die Stadtverwaltung mit rund 30 mehr oder weniger Betroffenen zusammengesetzt. Zur Seite geholt haben sie sich die Behindertenbeauftragte des Kreises, Carola Wolschke. Aufgeworfen haben Bewohner die Frage, warum in Vetschau nicht geht, was zum Beispiel in Cottbus möglich ist, nämlich Doppelquerungshilfen zu schaffen. Diese Querungsstellen, erläutert Baufachbereichsleiter Sven Blümel, würden mit einer hohen Kante beginnen und seitlich langsam abgesenkt. „Dafür müsste der gesamte Weg aber vier Meter breit sein, und diesen Platz haben wir nicht“, stellt er fest.

Der Weg entlang der Kraftwerkstraße sei nur drei Meter breit. „Wir haben versprochen, zu prüfen, ob man so etwas nicht auch auf diesen drei Metern machen kann oder Sehbehinderte mit einer aufgerauhten Stelle auf eine Querung hinweisen kann“, sagt Sven Blümel.