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| 08:05 Uhr

Phuket-Fall
Prozess gegen Lübbenauer auf Ende April vertagt

Der Prozess gegen einen Lübbenauer im Phuket-Fall wurde vertagt.
Der Prozess gegen einen Lübbenauer im Phuket-Fall wurde vertagt. FOTO: Fotolia
Lübbenau. Der Prozess gegen den Lübbenauer, der seine thailändische Freundin umgebracht haben soll, wird nun erst Ende April des kommenden Jahres fortgesetzt. dpa/rdh

Das hat die Nachrichtenagentur dpa bestätigt. Eigentlich war für den gestrigen Donnerstag ein nächster Verhandlungstermin angesetzt worden. Der wurde nun nach derzeitigem Stand auf Ende April verschoben. Warum das Verfahren so lange dauert, ist noch unklar.

Der 36 Jahre alte Brandenburger steht im thailändischen Badeort Phuket vor Gericht, weil er seine thailändische Freundin umgebracht haben soll. Mitte November hatte er sich des Totschlags für schuldig erklärt, nicht aber des Mordes. Er habe seine Freundin gewürgt, sie aber nicht töten wollen, sagte der aus Lübbenau stammende Angeklagte. Das widersprach einer früheren Aussage von ihm in einem Polizeiverhör, in der er sich des Mordes schuldig bekannt hatte.

Die 35 Jahre alte Frau war Anfang Juli verschwunden. Acht Tage später wurde ihr Leichnam im Dschungel gefunden. Die Polizei hatte bald den deutschen Freund im Verdacht. Nach Angaben von Nachbarn gab es zwischen den beiden immer wieder Streit, weil der 36-Jährige besitzergreifend gewesen sei.

Polizisten fahndeten nach dem Mann und umstellten schließlich sein Haus. Als er festgenommen werden sollte, schnitt er sich mit einem Teppichmesser in die Kehle. Wegen des Suizidversuchs kam er ins Krankenhaus. Als er Mitte Juli aus der Klinik entlassen wurde, nahmen Polizisten ihn fest. Seitdem sitzt er in Phuket in Untersuchungshaft.

Der Mann war im vergangenen Jahr nach Thailand gezogen und arbeitete als Fitnesstrainer in dem Touristenort. Dort hatte er die Thailänderin kennengelernt. Der nächste Gerichtstermin war für den 14. Dezember geplant, ist nun aber verschoben worden. Sollte er wegen Mordes verurteilt werden, würde dem 36-Jährigen lebenslange Haft drohen.