Von Rüdiger Hofmann

Das Tanzprojekt „Jekata – jeder kann tanzen“ der Calauer Sozialarbeiterin Anja Porada wird nun einem größeren Publikum bekannt gemacht. 165 Jugendliche aus dem gesamten OSL-Kreis hatten von ihr in den vergangenen Monaten das Tanzen an den Schulen beigebracht bekommen.

Choreografiert und konzipiert hat Porada die Inszenierungen mit ihrer Assistentin Revana Lidia Rudolph und unter Leitung des AWO-Regionalverbandes Brandenburg Süd e.V. Im Mai gab es umjubelte Aufführungen des Stücks „Le Sacre du Printemps“ von Igor Strawinsky in der Neuen Bühne Senftenberg (die RUNDSCHAU berichtete). Doch es ging nicht nur um eine Tanzpremiere, sondern auch um die filmische Begleitung und um die Videopräsentation auf der Bühnenleinwand.

„Die Teilnehmer von Jekata haben im Rahmen dieser Bühnenaufführung einen kleinen Film produziert, der nun zum JIM-Filmfestival Brandenburg eingereicht wird und in das Rennen um einer der 19 begehrten Preise geht“, sagt Anja Porada. Das JIM-Filmfestival ist das einzige landesweite Amateurfilmfestival für Kinder und Jugendliche von 12 bis 21 Jahren und findet vom 25. bis 27. Oktober in Templin statt.

Die jungen Filmemacher sind dabei die Stars vor und hinter der Kamera. „Entwickelte Ideen werden im gemeinsamen Prozess zu einem kreativen Werk, indem sich die Schüler mit ihren Wertevorstellungen, ihren Fragen zur Umwelt und der Gesellschaft oder auch nur mit ihrer Fantasie auseinander setzen“, heißt es von den Veranstaltern.

Zum Festival erhalten die jungen Filmemacher von anwesenden Fachleuten eine Bewertung zu ihrem Film. Das soll motivieren und die Jugendlichen voranbringen. Das Festival wird abgerundet durch thematische Workshops sowohl im Vorfeld als auch am Ende. „Von Maske bis Spezialeffekt, vom Drohnenflug bis youtube, von der Filmmusik bis hin zur Erarbeitung des Drehbuches vermitteln Fachleute ihr Wissen“, sagt Anja Porada. Preise im Gesamtwert von 4500 Euro locken, vergeben werden unter anderem ein Sonder- und der Publikumspreis.