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| 02:32 Uhr

Pro Bahn hat Fahrplan-Idee für alle RE 2-Halte

Für die Radduscher Bürgerinitiative und ein Foto vor dem Ministerium hat sich Kathrin Schneider eine Stunde Zeit genommen.
Für die Radduscher Bürgerinitiative und ein Foto vor dem Ministerium hat sich Kathrin Schneider eine Stunde Zeit genommen. FOTO: BI
Berlin/Raddusch. Ihr Kampf um den Halt des RE 2 in Raddusch und Kolkwitz/Kunersdorf führte die Bürgerinitiative (BI) Haltepunkt Raddusch am Freitag nach Potsdam. Mehr als 6000 Unterschriften gegen den Wegfall der meisten Halte ab Dezember überreichten sie Ministerin Schneider – und präsentierten zugleich einen Vorschlag zur Stabilisierung des Linienumlaufs. Hannelore Kuschy

Die Bürgerinitiative Haltepunkt Raddusch legt immer noch eine Schippe drauf, wenn es darum geht, den Halt des Regionalexpress 2 in Raddusch und Kolkwitz/Kunersdorf zu erhalten. Eine Stunde Zeit hat sich am Freitag Infrastrukturministerin Kathrin Schneider für die Abordnung aus dem Spreewald genommen. Denn die brachte nicht nur die mehr als 6000 Unterschriften gegen die geplante Ausdünnung der Halte ab Dezember mit, sondern legte auch gleich einen gemeinsamen Vorschlag des Fahrgastverbandes Pro Bahn und der BI vor, wie der Linienumlauf des RE 2 stabilisiert werden kann.

Anlass dieser Bemühungen seien unter anderem Angaben des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg, wonach dem RE 2 bis zu 20 Minuten Fahrzeit fehlten. "Wir haben uns sagen lassen müssen, dass die angestrebte Lösung des VBB nur dann funktionieren könnte, wenn die Fernzüge Hamburg-Berlin pünktlich wären - das scheint Wunschdenken zu sein", sagt Frank Zeugner von der BI. Außerdem sei versäumt worden, sämtliche Haltezeiten auf der Stadtbahn den Realitäten anzupassen. So würden ohne Not Stationshalte während des gesamten Tages geschlossen.

Nach Ansicht der Bürgerinitiative ist die favorisierte Lösung noch zum Fahrplanwechsel 2015 umsetzbar. Der Knoten Wittenberge koste den RE 2 zu viel Fahrzeit, denn dieser Knoten funktioniere nur, wenn der Fernverkehr pünktlich ist - und das sei nach jahrelangen Erfahrungen nur selten der Fall. Selbst mit Fahrplanreserven schleppe der RE 2 die Fernverkehrsverspätungen bis nach Cottbus - mit den bekannten Folgen.

Die Gefahr von Verspätungen soll laut Vorschlag minimiert werden, indem die notwendige Überholung durch den Fernverkehr bis Berlin Spandau erfolgt. Bei sämtlichen Halten bis Königs Wusterhausen wurden die Au fenthaltszeiten von einer Minute auf zwei Minuten der Realität angepasst. Der RE 2 würde Lübbenau auf die Minute 30 erreichen und dann zur Minute 31 in die eingleisige Strecke nach Cottbus einfahren. Der Gegenzug aus Cottbus habe die eingleisige Strecke bereits auf die Minute 26 verlassen. Vier Minuten früher als im aktuellen Fahrplan würde der RE 2 Cottbus erreichen. Durch die Reservezeiten vor allem auf der Berliner Stadtbahn und die frühere Ankunft in Cottbus würden sämtliche Anschlüsse gewährleistet. Auch die Rückfahrt von Cottbus nach Wismar sei so aufgebaut, dass alle Unterwegs-Halte bedient werden können.