Von Rüdiger Hofmann

Über den ersten Platz in der Kategorie „Projekte, Kampagnen, öffentlicher Raum“ und ein Preisgeld in Höhe von 7500 Euro kann sich das Calauer Team „Kerngesunde Kleinstadt mit Witz“ für das eingereichte Marketingprojekt „(K)Calau regional “ freuen. Das wurde seitens des Ministeriums entsprechend gewürdigt. „In Calau engagieren sich Händler und Gewerbetreibende für ein lebendiges Stadtzentrum. Sie setzen dabei auf die Stärken, die diese kleine Stadt hat. Dazu gehören frische, regionale, nachhaltige und zugleich originelle Produkte, aber auch eine baulich intakte Geschäftsstraße. Bemerkenswert ist, wie eng und einfallsreich die Aktiven für ihre Innenstadt zusammenarbeiten“, sagt Kathrin Schneider, Ministerin für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg.

In der Calauer Stadtverordnetenversammlung am Mittwochabend zeigten sich die Fraktionen als auch Bürgermeister Werner Suchner (parteilos) ebenfalls positiv angetan von dem Sieg.

Den zweiten Platz (5000 Euro) in der gleichen Kategorie gewinnt der Handels,- Handwerks- und Gewerbeverein Bad Liebenwerda e. V. für sein Projekt „Unsere Stadt soll leuchten“. Den dritten Platz mit je 2500 Euro teilen sich der Verein LebensArt Lange Straße e. V. in Finsterwalde mit dem Projekt „Verein hilft Vereinen – Unser Wahrzeichen braucht Deine Hilfe!“ und eine Kooperation der Gubener Altstadthändler mit ihrem Projekt „Gemeinsam eine lebenswerte Altstadt gestalten“.

In der Kategorie „Events“ gewinnt der Gewerbeverein Rosenstadt Forst Lausitz e. V. den ersten Platz (7500 Euro) mit der ungewöhnlichen Veranstaltung „Steamrose Zeitreise Festival 2019“. „Die Standorte und Gebäude der ehemaligen Industriekultur mit dem gesamten öffentlichen Raum zu vernetzen und als Festivalplätze ganztägig zu präsentieren war eine Herausforderung, die glückte und für große Aufmerksamkeit sorgte. Das Engagement zahlreicher Akteure für ihre Stadt, die das Wirtschaftspotenzial mit Nostalgie und Science-Fiction erstmals präsentiert und dadurch 10000 Besucher angelockt haben, ist preiswürdig“, sagt Carlo Focke, Vizepräsident Handelsverband Berlin Brandenburg e. V.

Den zweiten Platz mit je 2500 Euro teilen sich die Interessengemeinschaft Altstadt e. V. Lübbenau mit ihrer Veranstaltung „Einkaufsnacht im Feuerzauber“ und der Kahnfährmannsverein der Spreewaldfreunde e. V. Lübbenau mit der Aktion „Spreewald Adventszauber“. „Die Mühe und Arbeit in ehrenamtlicher Tätigkeit haben sich nun für unseren Verein ausgezahlt“, sagt Angela Glaubitz, Vorsitzende der IGEA (Interessengemeinschaft der Altstadthändler Lübbenau e.V.). „Für unsere beiden Veranstaltungen ist diese Auszeichnung eine Würdigung der intensiven Arbeit und für die Stadt Lübbenau ein weiteres gutes und wichtiges Beispiel, dass sich eine Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Akteuren der Stadt positiv für die Zukunft auswirkt und neue Ideen auch Zeit und Unterstützung brauchen.“ so Marko Schröter, zweiter Vorsitzender der Kahnfährmänner am Kleinen Hafen.

Mit der Aktion „Maxi Herbst Mix“ belegt das Team „Wir sind Luckau e. V.“ den dritten Platz in der Kategorie „Events“. Zudem vergab die Jury drei Anerkennungspreise in Höhe von je 500 Euro an das Team LUG2/Neopreneurs für den „Vorweihnachtsmarkt im Co-Working-Space LUG2“ in Herzberg, an die Initiative Drebkau e. V. für den „Drebkauer Nikolausmarkt“ und an das Team Lausitzer Kultursommer für die „Weiße Tafel – Kulturpicknick am Bullwinkel“ in Spremberg.

Insgesamt 28 spannende Beiträge gingen für den erstmals von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus ausgerichteten Innenstadtwettbewerb „Handel(n) für lebendige Innenstädte“ der City-Offensive Südbrandenburg 2019 ein. Es wurden 13 Beiträge in der Kategorie „Events“ und 15 Wettbewerbsbeiträge in der Kategorie „Projekte, Kampagnen, öffentlicher Raum“ eingereicht.

„Wettbewerbsziel war es, Standortgemeinschaften und Gewerbevereine zu stärken, das hohe Engagement vor Ort anzuerkennen und nachhaltige Impulse für die Belebung unserer Innenstädte zu setzen. Prämiert wurden frische, unkonventionelle Ideen, die der dauerhaften Profilierung von Stadtzentren und Geschäftsstraßen dienen sowie Konzepte, die das Besondere und Unverwechselbare des jeweiligen Standortes herausstellen“, erläutert IHK-Präsident Peter Kopf. Unterstützt wurde die IHK Cottbus vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg und Schirmherrin Kathrin Schneider sowie dem Handelsverband Berlin-Brandenburg e. V.