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| 01:02 Uhr

Preis für Innovationen

Großräschen/Altdöbern.. Der Innovations- und Wirtschaftspreis, den die Gemeinde Großräschen zusammen mit Altdöbern auslobt, macht das Ideen-Potenzial in der Region sichtbar. Bis zum 30. Oktober konnten sich Firmen und Existenzgründer mit einer besonderen Geschäftsidee oder einem innovativen Unternehmenskonzept bei der Großräschener Wirtschaftsförderung bewerben. Neun Anträge wurden angenommen. Mit Spannung schauen die Teilnehmer nun auf den 16. November, wenn um 19 Uhr die Jury im Kurmärker-Saal in Großräschen den diesjährigen Preisträger benennt. Von Annette Siemer

Mit der Resonanz ist Wirtschaftsförderin Dr. Cornelia Wobar zufrieden. „Das liegt im Rahmen“ , sagt sie. Schließlich gebe es ja bereits im Vorfeld Gespräche mit den Firmen, und manch einer entscheide dann, dass er doch nicht ins Muster passt.

Ideen von A bis T
Um nicht in den Verdacht zu kommen, dass bereits an der Reihenfolge der Firmennennungen eine Hierarchie ablesbar ist, hat Dr. Cornelia Wobar die Bewerber dem Alphabet nach aufgelistet. Das Spektrum reicht von A wie Aktiv-Tours über M wie Metall- und Systembau Mitschke aus Altdöbern bis zu T wie Technic House Brandenburg GmbH aus Freienhufen. Die Tätigkeitsfelder reichen von Tourismus bis Metallverarbeitung.
Zum wiederholten Mal ist Eckhard Hoika mit Aktiv-Tours aus Altdöbern dabei. Er setzt auf Fahrradtourismus im Lausitzer Seenland. In diesem Jahr hat er einen Stützpunkt am Senftenberger See eröffnet, bietet Radwanderungen für Blinde und Sehbehinderte an und will einen weiteren Stützpunkt im Ledigenheim in Großräschen eröffnen. Mit ihrem Antiquariat geht Cathleen Ryll aus Großräschen neue Wege. Sie bietet antiquarische Bücher im Internet und einen Buchsuchdienst an. Der Preisträger des vergangenen Jahres, der Seniorenausstatter Deliga aus Großräschen, bewirbt sich diesmal mit dem Geschäftsfeld Seniorenreisen.

Innovativer Metallbau
Mit dem Aufbau von Internetseiten beschäftigt sich die Medienwerkstatt Ostproduktion in Dörrwalde. Dörfer und Gemeinden sollen mit diesem Angebot die Möglichkeit haben, sich im Internet adäquat zu präsentieren. Vorgefertigte Bausteine befähigen die Nutzer, die späteren Aktualisierungen selbst vorzunehmen. Mit innovativem Metallbau, der in der modernen Architektur oder als Bestandteil in Klima-, Energie- und Fassadensystemen zum Einsatz kommt, empfiehlt sich die Firma Metall- und Systembau Mitschke aus Altdöbern.
Uwe Hegewald aus Altdöbern bietet mit seinem Niederlausitzer Anzeigen- und Nachrichtendienst „Naund“ redaktionelle Dienste an, zum Beispiel beim Erarbeiten von Imagebroschüren. Elke Miersch aus Großräschen behauptet sich als private Arbeitsvermittlerin auf dem Markt. Bei ihr können Dozenten und Bürodienstleistungen für Kliniken angefordert werden. Außerdem arbeitet sie als Mentorin für Existenzgründerinnen.
Enrico Putzke hat sich mit seiner Praxissemesterarbeit beworben, die er in Kooperation mit der Freienhufener Pumpen und Armaturen GmbH verfasst hat. Er hat eine säurebasierende Reinigungslösung zur Wartung für Grundwasserpumpen in Tagebaugebieten entwickelt. Das Produkt, das in puncto Ausbeute, Behandlungszeit und Einsatzmenge herkömmlichen Produkten überlegen sein soll, ist noch nicht am Markt.

Leuchtende Folien
Das trifft auch auf die Neuentwicklung der Firma Technic House Brandenburg GmbH aus Freienhufen zu. Ihr neues Produkt trägt den Namen Lumen und dahinter verbirgt sich eine elektrische, netzunabhängige Ansteuerung zum Betreiben einer kapazitiven Leuchtfolie. Der Vorteil: Die Folie leuchtet dank eines Akkus selbstständig und nicht nur, wenn sie angestrahlt wird. Die Folie mit der starken Leuchtkraft könnte überall dort zum Einsatz kommen, wo es auf gute Sichtbarkeit ankommt, etwa bei nächtlichen Einsätzen von Rettungskräften.

Hintergrund Der Preis
 Förderer des Innovationspreises ist Gerold Schellstede, Geschäftsführer des Möbelzentrums Großräschen. Er stiftet den mit 5000 Euro dotierten Preis und will damit junge Unternehmer in ihrem Bemühen unterstützen, sich am Markt zu etablieren.