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Pop, Tradition und Jubiläumssong

Ringestechen gehört zu den Schaukämpfen, mit denen die Theatergruppe "Ardanwen" zu Pferde auf dem Spreewaldfest ins Leben der Slawen entführt.
Ringestechen gehört zu den Schaukämpfen, mit denen die Theatergruppe "Ardanwen" zu Pferde auf dem Spreewaldfest ins Leben der Slawen entführt. FOTO: bkh
Lübbenau. Von heute an bis zum 2. Juli wird die Lübbenauer Innenstadt zur Festmeile. Bei der 46. Auflage des Spreewald- und Schützenfestes erwarten Besucher kulturelle Höhepunkte, beliebte Klassiker und auch einige Neuerungen. Die RUNDSCHAU unternimmt mit dem Organisationsteam Antje Kaczmarek und Peter Lippold von der Stadtverwaltung einen Ausblick: Christiane Klein

Das wird neu und anders. Der traditionelle Gurkenmarkt bekommt zwischen Rathaus und Poststraße einen neuen Standort und ein neues Konzept, das den Besuchern neben Gurkenspezialitäten auch viel traditionelles Handwerk und Brauchtum servieren will. Außerdem wurde der Schlosspark neu belebt, und die Poststraße verwandelt sich in einen Aktionsbereich mit vielen Mitmachangeboten für die ganze Familie. Frischer Wind weht auch beim Kahnkorso: Dort ordnen sich die Teilnehmer in diesem Jahr in vier Themenbereiche ein und können auf Geldpreise hoffen.

Die Höhepunkte. Zu den absoluten Höhepunkten des diesjährigen Spreewald- und Schützenfestes gehören neben Stargast Nino de Angelo auch die Aufführung des Sorbischen National-Ensembles und der Kahnkorso. "Ich freue mich auch auf den Auftritt der Original Spreewaldmusikanten, die seit 30 Jahren beim Spreewaldfest dabei sind. Zum Jubiläum wird ein neues Stück uraufgeführt", sagt Peter Lippold, der den Text für den Jubiläumssong geschrieben hat. Kleiner Vorgeschmack gefällig? "Spreewaldfest, ja das Spreewald- und Schützenfest macht in Lübbenau Laune und man staune wie schnell die Sorgen verweh'n - und am Hafen dann, an den Ufern der Spree entlang, wenn der Kahnkorso startet, staunend man wartet, will nicht mehr geh'n." heißt es da im Refrain. "Wir haben in allen Festbereichen zu jeder Zeit für alle Generationen etwas zu bieten. Je nachdem, was der Besucher sich wünscht, er soll es finden", erklärt Antje Kaczmarek den hohen Anspruch, den das Organisationsteam in diesem Jahr bei der Gestaltung des Programms im Auge hatte. "Ohne die Akteure aus der Region wäre das nicht machbar", betont die Mit-Organisatorin.

Extratipps. "Ich freue mich besonders auf das Sorbische National-Ensemble und den Musikverein Vetschau, weil die richtig gute Blasmusik machen. Außerdem bin ich gespannt auf das Kleinkunstprogramm mit Künstlern wie Alexander Simon und Ingo Bingo", sagt Peter Lippold. Für den Mann, der seit mehr als 30 Jahren das Spreewaldfest mitorganisiert, ist das Festwochenende natürlich auch immer wieder eine Gelegenheit, um alte Freunde wie die Saspower Dixieland Stompers und Andreas Schenker zu treffen. Antje Kaczmarek freut sich vor allem auf die Akteure, die im Schlosspark sorbisch/wendisches Brauchtum und Volkskunst zeigen, weil sie viel Mühe in die Vorbereitung investiert hat.