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Kultur
Polkaholix kommen in das Schützenhaus Altdöbern

Polkaholix und ihre inzwischen legendären Bühnenshows: Mit einer Prise Punk und einem Schuss Rockabilly heißt es wieder „Feuer frei!“.
Polkaholix und ihre inzwischen legendären Bühnenshows: Mit einer Prise Punk und einem Schuss Rockabilly heißt es wieder „Feuer frei!“. FOTO: Agentur
Altdöbern. Am kommenden Samstag gibt es etwas auf die Ohren. Die Musiker wollen dem Publikum heftig einheizen. Von Rüdiger Hofmann

Am kommenden Samstag, dem 21. April, kommen die Polkaholix in das Schützenhaus nach Altdöbern. Darüber informiert Inhaber Bernhard Dase. Los geht es mit der Veranstaltung um 21 Uhr, Einlass ist bereits ab 20 Uhr. Karten  gibt es unter 035434-533.

Angefangen hat es bei den Musikern um Andreas Wieczorek, Jo Meyer, Mario Ferraro, Christoph Frenz, Snorre Schwarz, Steffen Zimmer und Stephan Bohm im Jahre 2002 mit einer Überdosis Polka. Der Kater danach war grässlich, die Reue tief, der Entzug geboten. Doch wer dachte, die Herren seien geläutert, lagen falsch. Wochen später gab es dann den Rückfall. „Aus Übermut und Leichtsinn noch mal Polka in den Kessel“, liest man aus der Bandhistorie heraus. Eine Prise Punk, ein Schuss Rockabilly und etwas Surf dazu. Abgerundet mit einer Nuance Ska, einer Spur Metal und einer Idee Krautrock. Deckel drauf, Feuer drunter, Dampf, Druck – heiß servieren. Dieser Stoff, Polkaholix, hat Suchtpotential.

Zuerst dealte die siebenköpfige Band mit ihrer Musikrichtung in einigen Clubs in der näheren Umgebung von Berlin, 2003 dann auf einem Festival in Rudolstadt. „Anschließend hagelte es Einladungen aus allen Himmelsrichtungen“, sagen die Bandmitglieder heute.

Sowohl auf dem Helsinki Open Air als auch beim Kaustinen Festival in Finnland setzte die Truppe im Bereich Neudefinition der Polka Maßstäbe. Es folgten Festivals in Kopenhagen und Ringsted, anschließend trieben Polkaholix auf dem Ariano Festival in Italien das Publikum in den Wahnsinn. Auch in Österreich hinterließ die Truppe Spuren: „Mit röhrenden Gitarren, punkendem Schlagzeug, peitschenden Bläserriffs, slappendem Kontrabass und pumpendem Akkordeon blasen sie der alten Tante Polka die Nase frei“, hieß es aus der Presse.

Mit „Denkste“ (2003), „The great Polka Swindle“ (2009), „Polkaface“ (2011), „Rattenscharf“ (2013) und „Sex & Drugs & Sauerkraut“ (2015) feierte die Band Erfolge. Drei dieser Alben genossen Top 20 Platzierungen in den World Music Charts Europe.