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| 18:45 Uhr

Präsentation und Diskussion im Fachausschuss
Planer gehen bei Ausbau der Kochstraße auf Nummer sicher

Lang und sanierungsbedürftig - die Robert-Koch-Straße in der Lübbenauer Neustadt.
Lang und sanierungsbedürftig - die Robert-Koch-Straße in der Lübbenauer Neustadt. FOTO: LR / Daniel Preikschat
Lübbenau. Bei der 2019 bis 2020 vorgesehenen Sanierung einer der wichtigsten Straßen der Neustadt wird größter Wert auf Verkehrssicherheit gelegt. Wie dieses Ziel am besten erreicht werden kann, wurde kürzlich im Fachausschuss besprochen. Von Daniel Preikschat

Von allen größeren Straßen in der Lübbenauer Neustadt harrt nur die Robert-Koch-Straße noch des grundhaften Ausbaus. Sobald der Kreisverkehr am Roten Platz fertiggestellt ist, soll es nun aber so weit sein. Von dem Kreisel aus, das steht nach Aussagen von Bürgermeister Helmut Wenzel (parteilos) kürzlich im Bauausschuss bereits fest, werden sich die Straßenbauer Richtung Kraftwerkstraße vorarbeiten. Mit einem Jahr Bauzeit, vom ersten Quartal 2019 bis zum ersten Quartal 2020, rechnet man im Rathaus sowie mit Kosten in Höhe von etwa 1,5 Millionen Euro.

Mit der Planung von der Stadt Lübbenau betraut ist das Büro MKS in Spremberg. Geschäftsführer Werner Hillmann präsentierte im Ausschuss den Entwurf und stellte klar: Die Sicherheit im öffentlichen Straßenverkehr spielt bei der Planung eine entscheidende Rolle. Daher werden entlang der Straße vier mittig liegende Verkehrsinseln eingebaut, und zwar auf Höhe von vier Haltestellen ohne Busbuchten. Dass sich der rollende Verkehr hinter den haltenden Bussen kurzzeitig staut, erklärte Hillmann auf Nachfrage, nehme man aus Gründen der Verkehrssicherheit bewusst in Kauf.

Ein Beitrag für mehr Verkehrssicherheit in der Kochstraße wären aus Sicht von Martin Richter (CDU) allerdings auch Zebrastreifen, die MKS jedoch nicht vorsieht. Zebrastreifen genehmigen Straßenverkehrsbehörden eher selten, entgegnete der Planer. Dafür, ergänzte Bürgermeister Wenzel, sei die Fahrbahn durch die geplanten Inseln geteilt, was Fußgängern das Überqueren einfacher mache. Autofahrer hielten in der Regel auch an, wenn sie ältere Menschen am Fahrbahnrand stehen sehen. Gegenseitige Rücksichtnahme sei wichtig.

Die mehrere hundert Meter lange Straße werde, wie der Bürgermeister informierte, abschnittsweise saniert, um die Umfahrung des Wohngebiets Schillerstraße/Pestalozzistraße zu gewährleisten. In diesem Quartier, so Wenzel auf Nachfrage von Michael Diettrich vom Seniorenbeirat, sollen keine Straßen saniert werden. Damit müssen Anwohner auch keine Ausbaubeiträge zahlen. Allerdings sollen die Straßen weiter saniert und instand gesetzt werden. Auch weitere Stellplätze werde es voraussichtlich geben. Eine Planung dafür liege vor.

Die neuen Stellplätze in der Kochstraße werden nach Angaben des Planers in Längsrichtung angeordnet. Auf den Verkehrsinseln können elf Großbäume Wurzeln schlagen. Damit werde auch ein ökologischer Ausgleich geleistet für die anstehende Neugestaltung des Nahversorgungszentrums Roter Platz voraussichtlich ab 2020. Fußgänger und Radfahrer werden laut Werner Hillmann „großzügige Flächen“ vorfinden. Eine der Verkehrsinseln zeichnet sich bereits ab. Sie entsteht am Roten Platz, wo der Kreisverkehr mit den vier Ein- und Ausfahrten gebaut wird, unter anderem für die Robert-Koch-Straße.