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Straßenbauprojekt
Plan steht für Ausbau der Schönebegker Straße

Im Abschnitt zwischen Bebel- und Liebknechtsraße wird die Schönebgker Straße in Vetschau spätestens im Herbst zur Baustelle.
Im Abschnitt zwischen Bebel- und Liebknechtsraße wird die Schönebgker Straße in Vetschau spätestens im Herbst zur Baustelle. FOTO: Daniel Preikschat / LR
Vetschau. Auf knapp 190 Meter Länge soll die Fahrbahn erneuert und ein Kanal eingebaut werden, Baubeginn könnte im Herbst sein.

In der Schönebegker Straße in Vetschau ist die Fahrbahn in schlechtem Zustand und das Regenwasser fließt schlecht ab. Leidige Probleme, die zumindest in dem Abschnitt zwischen der August-Bebel- und der Karl-Liebknecht-Straße noch in diesem Jahr aus der Welt geschafft werden könnten. Diese knapp 190 Meter nämlich kann die Stadt Vetschau gemeinsam mit dem Wasser- und Abwasserzweckverband Calau (WAC) sanieren und so Kosten sparen.

Wie das vonstatten gehen könnte, erläuterte kürzlich im Wirtschaftsausschuss der Stadt der Planer eines Cottbuser Ingenieurbüros. Der WAC müsse die Schönebegker Straße ohnehin öffnen, um Schmutzwasser- und Trinkwasserleitung, die beide marode sind, zu erneuern. Auf einer Länge von 685 Metern, wie WAC-Fachbereichsleiter Michael Thomas bestätigt. Im Abwasserbeseitigungskonzept für das Verbandsgebiet sei diese Baumaßnahme festgehalten und müsse 2018 abgearbeitet werden. Baustart soll daher spätestens im Herbst sein. Teilweise werde der Schmutzwasserkanal in geschlossener Bauweise erneuert, damit die Fahrbahndecke nicht aufgerissen werden muss. Denn dadurch könnten Bäume am Straßenrand verletzt werden.

Im ersten Abschnitt aber, zwischen Bebel- und Liebknechtstraße, wird in offener Bauweise gearbeitet. Das eröffnet die Möglichkeit, zu kooperieren und die Kosten aufzuteilen: Der WAC legt die Leitungen in die Straße – und die Stadt baut eine neue Asphalt-Fahrbahn ein. 3,50 Meter breit soll sie werden, einseitig erweitert durch eine gepflasterte so genannte Mischverkehrsfläche von 2,25 Meter Breite ohne Bord, die Fußgänger und Radfahrer nutzen, bei Bedarf aber auch Kraftfahrzeuge, die sich auf der engen Straße begegnen.

Laut Bauamtsleiter Sven Blümel liegen die Kosten für die Stadt bei rund 350 000 Euro, inklusive der Ausgaben für Straßenbeleuchtung und Regenentwässerung über die Liebknechtstraße. Man rechne mit Fördermitteln aus dem Stadtumbauprogramm. Außerdem müssen Anwohner Straßenausbaubeiträge zahlen. Näher informiert werde bei einer Bürgerversammlung im März.