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| 02:32 Uhr

Pläne für Altersheim in Lübbenau vorerst gescheitert

Statt Gebäuden wächst nur Unkraut: An diesem Standort in der Huttung sollte ein Altersheim entstehen.
Statt Gebäuden wächst nur Unkraut: An diesem Standort in der Huttung sollte ein Altersheim entstehen. FOTO: Jan Gloßmann
Lübbenau. Die Pläne, in der Alten Huttung in Lübbenau ein Altersheim zu errichten, sind offenbar gescheitert. Die Stadtverwaltung will jetzt die Reißleine ziehen. Jan Gloßmann

"Wir fühlen uns seit einem Jahr hingehalten", sagt Bürgermeister Helmut Wenzel (parteilos). Der Investor, der seine Pläne 2011 ins Spiel brachte, sei "untätig" geblieben.

Außer Korrespondenz zwischen der Verwaltung und der Firma conceptio Projektentwicklungs GmbH sei kaum etwas passiert. Deshalb sollen die Stadtverordneten Lübbenaus am 19. Juni einen Beschluss zum Bebauungsplan und zum Abschluss eines städtebaulichen Vertrages für die Alte Huttung zurücknehmen.

Im ersten Jahresdrittel hatten Stadtplaner und Investor mehrmals E-Mails ausgetauscht. Darin versichert die conceptio GmbH zwar, am Vorhaben festhalten zu wollen. Zwischenzeitlich erfuhr die Verwaltung jedoch von bis dahin unbeteiligten Architekten, dass das Grundstück in der Huttung verkauft werden soll. Conceptio teilte daraufhin mit, dass es einen neuen Betreiber geben solle und auch einen "Endinvestor".

Die Planer im Rathaus schließen aus der Korrespondenz jedoch, dass conceptio "nicht (mehr) bereit ist, als Vorhabenträger tätig zu werden". Bei einem Verkauf des Grundstückes sei dies auch nicht mehr möglich. Offen ist, ob es einen Nachfolger als Investor tatsächlich gibt.

Conceptio wollte in dem Heim 81 Betten anbieten, dazu 51 Plätze für die Tagespflege sowie behindertengerechte Wohnungen und damit das Quartier Huttung abrunden. Von bis zu 60 Arbeitsplätzen war die Rede. Das Heim sollte im Frühjahr 2013 fertig werden - geschehen ist jedoch nichts.

Dagegen schreiten offenbar die internen Gespräche über die weitere Entwicklung des Spreeweltenbades voran. Dessen Umfeld soll gestaltet werden, weitere Angebote von der Übernachtung bis zur Freizeit außerhalb des Bades sollen entstehen. Das Konzept soll bis zum Sommer fertig werden. Mit Blick auf die Ideen für einen Sportpark am Spreewald-Stadion mahnt der Stadtverordnete Jörg Renaud (Linke) bereits, "keine Doppelfunktionen" zu planen.