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| 02:32 Uhr

Piloten fliegen auf "Bronkhausen"

Ein weiteres vereinseigenes Segelflugzeug ist am Samstag beim Fliegerclub Bronkow in den Flottenbestand aufgenommen worden. Die Maschine soll die Nachwuchsarbeit im Verein optimieren. Von links: Jugendwart Felix Hegewald, der Sieger des diesjährigen Landesjugendvergleichsfliegens (Land Brandenburg) Sascha Dey und Fluglehrer Norbert Völker.
Ein weiteres vereinseigenes Segelflugzeug ist am Samstag beim Fliegerclub Bronkow in den Flottenbestand aufgenommen worden. Die Maschine soll die Nachwuchsarbeit im Verein optimieren. Von links: Jugendwart Felix Hegewald, der Sieger des diesjährigen Landesjugendvergleichsfliegens (Land Brandenburg) Sascha Dey und Fluglehrer Norbert Völker. FOTO: Uwe Hegewald/uhd1
Bronkow/Neuhausen. Auf dem Flugplatz Bronkow (Gemeinde Luckaitztal) ist am Samstag ein weiteres vereinseigenes Segelflugzeug in den Fliegerflotten-Bestand aufgenommen worden. Mit seinem zugehörigen Areal, soliden Finanzen und zukunftsorientierter Ausrichtung erweist sich der Fliegerclub gegenüber anderen Regionalflugplätzen als stabil aufgestellt. Uwe Hegewald

Der Fliegerclub Bronkow scheint das Glück für sich gepachtet zu haben. Nach dem Sieg von Sascha Dey (18) beim Landesjugend-Vergleichsfliegen im August und den konstruktiven Gesprächen bezüglich einer Fusion der Fliegervereine Bronkow und Neuhausen/Cottbus, ist nun der Flottenbestand erweitert worden.

"Mit großer Mehrheit sprachen sich die Vereinsmitglieder für den Kauf des neuen Segelfliegers aus", betont Jugendwart Felix Hegewald, der bei den Bronkower Piloten auch für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich zeichnet. Der Gymnasiast des Paul-Fahlisch-Gymnasiums Lübbenau hatte die Kontakte nach Rotenburg (Wümme) in Niedersachsen hergestellt, wo die ASW 19b WL (80er Baujahr) von einer Privathaltergesellschaft abgekauft wurde. Die Investitionskosten für den leistungsfähigen Flieger der Clubklasse betrugen 20 200 Euro.

Norbert Völker hatte den noch namenlosen Gleiter per Achse nach Bronkow chauffiert. In Hofgeismar beheimatet, nahm der 60-Jährige gerne den Umweg über Rotenburg in die Lausitz in Kauf. "Ich kenne den Flugplatz Bronkow, die Gegebenheiten und familiäre Atmosphäre von regelmäßigen Teilnahmen an Sommerlagern und bin dem Verein vor drei Jahren beigetreten", so der Hesse.

Als Fluglehrer schlägt sein Herz insbesondere für die Nachwuchsförderung. "Das Segelflugzeug wird unsere Arbeit mit den jungen Piloten voranbringen", blickt Norbert Völker voraus. Auch was eine mögliche Fusion des Fliegerclub (FC) Bronkow und des Luftsportvereins LSV Neuhausen anbetrifft, gibt er sich zuversichtlich. "Derzeit wird an Details gefeilt, aber oftmals steckt der Teufel im Detail", sagt er.

"Zusammenlegungen von Luftsportvereinen werden in Zukunft noch häufiger vorkommen. Für mitgliederstarke Vereine ist es einfacher, die anstehenden Herausforderungen und Riesenaufgaben zu bewältigen", pflichtet ihm Steffen Kubitz (45) bei. Der Segelflugreferent des Landes Brandenburg ist aus Neuhausen nach Bronkow gewechselt und sieht Verein und Areal als "zukünftiges Leistungszentrum in Südbrandenburg".

"In Bronkhausen stehen die Zeichen auf Zukunft", wirft Felix Hegewald ein. Wenig berührt zeigt sich Steffen Kubitz von den aktuellen Geschehnissen am Flugplatz Drewitz. "Was dort passiert, war doch schon vor zwei Jahren abzusehen. Schade um die vielen verlorenen Mittel, die dort zum Erhalt des Flugplatzes geflossen sind, und ärgerlich, was mit der Belegschaft passiert ist", kommentiert er die Situation.

Auswirkungen auf regionale Luftsportvereine und Fliegerclubs befürchtet Steffen Kubitz nicht, obwohl die Fliegerbranche schon aufmerksam verfolgt, was in Drewitz passiert.

Zum Thema:
Nach Platz 5 im Vorjahr hatte der selbstbewusste Sascha Dey schon mit dem Titel beim diesjährigen Landesjugend-Vergleichsfliegen geliebäugelt. Von der Jury sind Start, Ladung und die Sauberkeit der geflogenen Platzrunden bewertet worden. Der Sieg des Gymnasiasten aus Berlin-Biesdorf krönte das insgesamt gute Abschneiden des Fliegerclub Bronkow um Johannes Spruth (Platz 5), Eduard Andreev (9./beide Berlin), Mirco Großmann (10./Vetschau) sowie Elias König (Cottbus) und Felix Hegewald (Bronkow), die jeweils Platz 11. belegten.