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Pferdeliebe in der Beltener Reithalle

Bernd Noack mit Cogani M. und Tochter Eileen mit der zehnjährigen Carmina genießen die ausgezeichneten Bedingungen in ihrer Halle und auf dem Platz vor allem für das Training. Vater und Tochter nehmen regelmäßig an Turnieren teil. Bernd Noack wird als nächstes beim Reit- und Springturnier in Cottbus-Sielow starten.
Bernd Noack mit Cogani M. und Tochter Eileen mit der zehnjährigen Carmina genießen die ausgezeichneten Bedingungen in ihrer Halle und auf dem Platz vor allem für das Training. Vater und Tochter nehmen regelmäßig an Turnieren teil. Bernd Noack wird als nächstes beim Reit- und Springturnier in Cottbus-Sielow starten. FOTO: Kuschy
Vetschau-Belten. Beim Reit- und Springturnier Pfingsten in Cottbus-Sielow wird Bernd Noack aus Göritz wieder starten. Er hat sich mit seiner Familie eine Reithalle mit Reitplatz in Belten gebaut. Dort wird trainiert, und dort verbringt die Familie den größten Teil ihrer Freizeit. Hannelore Kuschy

Seit fünf Jahren waren die Noacks nicht mehr im Urlaub. Der Grund: In dieser Zeit haben die Göritzer jede freie Minute damit verbracht, ihre Reithalle in Belten zu bauen. Denn pferdeverrückt sind sie alle irgendwie. Die Preise bei Turnieren holen jedoch Bernd Noack mit Cogani M. und auch Tochter Eileen mit Carmina. Das M für Cogani steht für den prominenten Reit- und Zuchtstall der Gebrüder Möller im mecklenburgischen Garlitz. "Dort ist mein Pferd ausgebildet worden", erzählt der 58-Jährige. Beim diesjährigen Reit- und Springturnier zu Pfingsten in Cottbus-Sielow werde er wieder in der mittelschweren Klasse starten. Letztes Jahr habe er das Turnier in Gallinchen gewonnen, an dem rund 200 Reiter teilgenommen hatten.

"Ohne professionelles Training aber klappt das nicht mit der Reiterei. Deshalb kommt regelmäßig ein Trainer aus Moritzburg her", sagt der Göritzer, während Cogani liebevoll mit ihm kuschelt. Bernd Noack selbst sei jeden Tag bei den Pferden. Vier an der Zahl stehen im Stall. Neben den beiden Turnierpferden sind das eine 25 Jahre alte Stute, die zwei Fohlen auf die Welt gebracht hat. "Sie bekommt hier ihr Gnadenbrot", erzählt Bernd Noack. Auch der 20-jährige Hengst wird wohl im Beltener Stall alt werden.

Jeden Morgen um halb sieben, bevor es zur Arbeit geht, werden die Pferde gefüttert. Und nach Dienstschluss führt meist der erste Weg zum Stall. "Mindestens drei Stunden verbringe ich jeden Tag mit den Pferden. Nach Feierabend wird trainiert", erzählt er. Auch die Wochenenden gehören den Vierbeinern. Schon 20 Jahre lang habe er Pferde - zuerst in einem Göritzer Stall. Mit der Beltener Halle mit den Turniermaßen 20 mal 40 Meter mit den dazugehörigen Boxen, Sozialräumen und dem Reitplatz habe er sich mit seiner Familie einen jahrelangen Traum erfüllt und sein Geld gut angelegt, auch eine Art Sicherheit, so der Pferdefreund. Der benachbarte Reitverein Gut Belten und auch Bekannte der Familie hätten die Halle schon genutzt.

Und dort lässt sich auch Natur pur genießen. "Wann immer es möglich ist, nach Turnieren oder an den Wochenenden, genießen wir die Ruhe auf der kleinen Terrasse am Reitplatz. Meine Frau ist dann immer für die Versorgung zuständig", erklärt er die Verantwortlichkeiten. In den Sommermonaten seien es an die 15 Wochenenden, an denen die Noacks zu Turnieren bis Berlin, Dresden und Bautzen unterwegs sind. Es sei die Arbeit mit den Tieren, die sie so lieben.

Zum Thema:
Das 45. Reit- und Springturnier in Cottbus-Sielow findet vom 22. bis 24. Mai statt. 600 bis 700 Pferde aus Deutschland und dem benachbarten Ausland werden an den Start gehen. Freitagabend ist Barrierespringen unter Flutlicht. Höhepunkt ist am Sonntag das Springen um den großen Preis der Sparkasse.