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| 01:03 Uhr

Partystimmung unter dem Sternenhimmel

Lübbenau.. Rund 2000 Besucher, so Daniel Schmidgunst von der Touristinformation, haben sich am Sonnabend nicht die fünfte Musiknacht in der Lübbenauer Altstadt entgehen lassen. Ein buntes Musikprogramm hatten die zwölf Gaststätten zu bieten. Bis weit nach Mitternacht war in einer sternenklaren Herbstnacht Partyzeit in der Altstadt. Von Ingrid Hoberg

Kurz nach 21 Uhr: Einzelne Grüppchen und Paare sind in der Altstadt unterwegs. Auf jeden Fall sind es mehr Fußgänger als gewohnt, noch sieht es nicht nach einer Riesen-Party aus. Bei Haschenz in der „Grünen Linde“ und im „Spreewaldeck“ füllen sich die Gasträume zuerst. Hier beginnen viele ihren Rundgang durch die Altstadt. Irish & Scottish Folk und die Hits der 80er-Jahre stimmen auf eine bunte Musikmischung in dieser Nacht ein. In der Orangerie am Schloss strömen mit den ersten Klängen von „Tayo's Company“ die Zuhörer in den Raum: „Fish are jumpin'“ , „Easy like sunday morning“ - Vokalistin Tayo legt sich gleich soulig ins Zeug.
Roswitha Schier hatte sich rechtzeitig zu Veranstaltungsbeginn mit ihrem Mann einen guten Platz an einem der Stehtische gesichert. „Nachher wird es überall so voll, dass man kaum noch Platz findet“ , sagt die Landtagsabgeordnete aus der Erfahrung vergangener Musiknächte. „Doch wenn schon mal was los ist in Lübbenau, dann wollen wir auch dabei sein.“
Auf dem Weg zur nächsten Musikstation wird es schon schwieriger. Vor den meisten Gasthäusern drängen sich Besucher. Wer jetzt gegen 22 Uhr noch einen Sitzplatz sucht, weil er nicht nur ein Bier trinken will, sondern auch etwas essen möchte, hat es gar nicht leicht. In der Gaststätte „Zum grünen Strand der Spree“ bricht gerade eine Truppe auf, da wird etwas Platz. Die „Sound Makers“ haben mit ihrer Musik den Nerv des Publikums mit Rock 'n' Roll, Boogie und Twist getroffen. „Return to sender“ - als erste trauen sich Frauen auf die Tanzfläche. Ein Mann greift zur Luftgitarre. Die Stimmung ist schon zu früher Musiknacht-Stunde super. Bier, Sekt und Mixgetränke werden ständig geordert, die Bedienung hat viel zu tun.
Vor dem „Rudelhaus“ warten Grüppchen, dicht an dicht stehen die Zuhörer im Gastraum. Brigitte Ehrlich ist mit ihrer Freundin unterwegs. „Wir sind regelmäßig bei der Musiknacht dabei“ , sagen die beiden Lübbenauerinnen. Sie wollen einfach schauen, wo es sie noch hintreibt. Rappelvoll ist es auch im „Heuschober“ . Bauch an Rücken steht das Publikum. Hier ist Rhythm & Blues-Zeit. Draußen vor dem Eingang wird ebenfalls Bier gezapft. Wie im Café „Fontane“ haben sich auch andere Gastwirte mit Zelten und Wärmestrahlern auf die lange Herbstnacht vorbereitet.
„In neun von zwölf Gaststätten haben wir reingeschaut“ , erzählt Jürgen Große. Der Lübbenauer ist mit seiner Frau und Bekannten nicht zum ersten Mal bei der Musiknacht dabei. „Das ist doch eine Attraktion für Lübbenau und für die teilnehmenden Gaststätten“ , sagt er.
Auch die Truppe von 18-Jährigen mit Ronny, Julia, Melanie, Heiko, Christin und den anderen hat sich für diesen Abend einiges vorgenommen. „Alle Gaststätten sind nicht zu schaffen“ , sagt Julia, obwohl die jungen Leute nicht wie die Älteren gegen Mitternacht schon den Heimweg antreten. Generationswechsel um diese Stunde - die Party ist noch lange nicht zu Ende.