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| 02:32 Uhr

Parteien und Bündnisse benennen Kandidaten für die Kommunalwahl im Mai

Holger Bartsch
Holger Bartsch FOTO: LR
Lübbenau. Noch bis zum Donnerstag, 12 Uhr, können Vorschläge für die Kommunalwahl im Mai bei den Wahlleitern angemeldet werden. In Lübbenau gehen die bislang im Stadtparlament vertretenen Parteien mit zumeist bewährtem Personal ins Rennen – es gibt aber auch einen Einzelvorschlag. Jan Gloßmann

Zwei werden fehlen, auf den Listen, aber auch künftig: Christoph Eigenwillig, SPD-Urgestein in der Kommunalpolitik in der Stadt und im Landkreis Oberspreewald-Lausitz, tritt zur Wahl im Mai nicht mehr an. Er wird in diesem Jahr 80. Und bei den Linken steht der Rechtsanwalt Matthias Mnich, im Herbst noch Bewerber für den Bundestag, nicht auf der Kandidatenliste. Er verlegt, so heißt es, seinen Lebensmittelpunkt in den Landkreis Dahme-Spreewald. Beide Parteien verlieren damit profilierte Köpfe, was aber nichts daran ändert, dass die Arbeit vor allem von etablierten Kandidaten kontinuierlich fortgesetzt werden soll.

SPD: Klare Botschaft von Ortsvorsitzender Carola Krahl: "Wir wollen wieder stärkste Kraft werden." Bislang verfügt die Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung über zehn Sitze - einschließlich des Grünen Joachim Liedtke, der sich der Fraktion angeschlossen hatte. Insgesamt 19 Namen stehen auf der SPD-Liste, darunter - bis auf Eigenwillig - alle derzeitigen Abgeordneten um Fraktionschef Holger Bartsch. Für die Partei treten unter anderen an Kahnfähr-Chef Steffen Franke, der Leiter der Schule für Sozialwesen Ulrich Thorhauer und Michael Hensel, der für das Kulturzentrum Gleis 3 und die Lübbenaubrücke arbeitet. Die SPD bietet auf ihrer Liste auch sechs parteilosen Bewerbern Platz. Am Programm werde derzeit abschließend gefeilt, die Ausrichtung auf Themen wie Kinder und Jugend, soziale und medizinische Versorgung sowie Stadtentwicklung, Wirtschaft und Tourismus dürfte nicht überraschen.

Linke: 13 Bewerber hat die Linke aufgestellt, die 2008 sieben Sitze holte. Fraktionschef Thomas Fron hat seine Stadtverordneten-Kollegen außer Matthias Mnich komplett beisammen, darunter auch die aprteilose Vorsitzende des Bildungsausschusses Antje Pohler. Die Bewerberliste bilde "einen komplette Querschnitt unserer Stadt", so Fron: Frauen und Männer, Behinderte und Nichtbehinderte, Unternehmer und Angestellte, Beamte und Senioren. "Mehr Nähe zu den Herausforderungen der nächsten Jahre geht nicht", betont Fron.

CDU: Die Christdemokraten, die ebenfalls sieben Sitze zu verteidigen haben, gehen mit der versammelten Abgeordneten-Mannschaft aus der zurückliegenden Legislatur um den Chef Martin Habermann ins Rennen. "Wir sind sehr gut aufgestellt, denn wir haben eine gute Mischung im Altersdurchschnitt aus Parteimitgliedern und parteilosen Bürgern, Selbstständigen, Angestellten und Ruheständlern, die sich schon jetzt für unsere Stadt engagieren", sagt die Ortsvorsitzende der CDU, Roswitha Schier. Mit Stefan Reiter und Martin Richter kandidieren zwei Männer, die maßgeblich an den Vorschlägen der CDU zum Tourismus mitgeschrieben haben. In Dietmar Spletzer steht der Vorsitzende des Bürgervereins zu den Wasserproblemen auf der Liste der Partei.

AWG: Die Alternative Wählergemeinschaft hat 15 Bewerber aufgestellt. Das teilt Fraktionschef Reinhard Mich mit. Die AWG ist vor allem in den Ortsteilen stark verankert und hatte bei der Wahl 2008 vier Sitze in der Stadtverordnetenversammlung geholt.

Bei Wahlleiterin Sieglinde Seeliger im Rathaus liegt bislang auch ein Einzelwahlvorschlag vor. Bei der Wahl am 25. Mai sind insgesamt 28 Sitze zu vergeben; der 29. und ebenfalls stimmberechtigte gehört dem Bürgermeister.

Zum Thema:
Für die Wahlen zum Europaparlament sowie dem Kreistag, der Stadtverordnetenversammlung und der Ortsbeiräte sucht die Stadt weiterhin Wahlhelfer. Wahlleiterin Sieglinde Seeliger braucht für die Absicherung der Wahlen auch Ersatzpersonal, falls bereits gelistete Helfer wegen Krankheit ausfallen. In einigen Ortsteilen ist die Besetzung der Wahllokale teilweise noch nicht komplett gesichert.