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OSL-Kreis: "Jugendamt hat unverzüglich gehandelt"

Senftenberg. Im Fall der zu Haftstrafen verurteilten Eltern aus dem Raum Calau, die zwei ihrer vier Kinder jahrelang misshandelt haben, prüft die Staatsanwaltschaft Cottbus, ob nach dem Bekanntwerden im Jahr 2004 seitens des kreislichen Jugendamtes die Strafverfolgung vereitelt wurde. Von der Kreisverwaltung Oberspreewald-Lausitz heißt es dazu auf Nachfrage: "Werden der Mitarbeiterin/dem Mitarbeiter des Jugendamtes gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen bekannt, werden das Gefährdungsrisiko im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte eingeschätzt und unverzüglich entsprechende Maßnahmen in die Wege geleitet, um das Kindeswohl sicherzustellen. Manfred Feller

Im Zuge dessen wird - nach sorgfältigem und gewissenhaftem Abwägen der Umstände - durch die Beteiligten auch die Entscheidung über die Erstattung einer Strafanzeige getroffen."

Im konkreten Fall seien die Mitarbeiter des Jugendamtes ihrem sozialpädagogischen Auftrag nachgekommen. Sie hätten unverzüglich gehandelt und entsprechende Maßnahmen in die Wege geleitet, heißt es weiter.

Offensichtlich sieht genau das die Staatsanwaltschaft anders. Wegen des laufenden Verfahrens könne dazu nicht mehr gesagt werden.