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| 17:20 Uhr

Kreisfeuewehrtag
Sportliche Auszeit vom Einsatzalltag

Bei der Gruppenstafette waren die Frauen aus Zerkwitz (l.) am schnellsten unterwegs. Mit Jona Krüger stellten sie zudem die Siegerin im 100-Meter-Hindernislauf und mit Stefanie Weiß die „stärkste Feuerwehrfrau“.
Bei der Gruppenstafette waren die Frauen aus Zerkwitz (l.) am schnellsten unterwegs. Mit Jona Krüger stellten sie zudem die Siegerin im 100-Meter-Hindernislauf und mit Stefanie Weiß die „stärkste Feuerwehrfrau“. FOTO: Uwe Hegewald
Vetschau. Kreisfeuerwehrtag Oberspreewald-Lausitz ausgetragen. Von Uwe Hegewald

Verschnaufpausen sind den Feuerwehrleuten zwischen Ragow und Ortrand in diesem Jahr nur selten gegönnt. Schon jetzt haben Eintragungen in Einsatzbüchern der hiesigen Feuerwehren die Vorjahreszahlen von Alarmierungen überschritten. „2018 sind unsere Brandschutzeinheiten besonders gefordert und das oft über Kreisgrenzen hinaus“, resümierte Sebastian Lehmann, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Oberspreewald-Lausitz beim Appell zum 24. Kreisfeuerwehrtag in Vetschau.

Kreisbrandmeister Tobias Pelzer kann dies nur bestätigen: „Für unsere Einsatzbereitschaft und Disziplin bei den zurückliegenden Waldbränden ist uns kürzlich in Potsdam viel Lob entgegengebracht worden“, informierte er. Passiert sei das im Rahmen einer gemeinsamen Beratung mit Katrin Lange, Staatssekretärin im Ministerium des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg mit den Kreisbrandmeistern aller Landkreise und den jeweiligen Ordnungsdezernenten.

Für Tobias Pelzer steht außer Frage, wem ebenso Dank gebührt: „Angehörige, die nicht wussten, wann ihre Familienmitglieder von Einsätzen aus Treuenbrietzen oder der Lieberoser Heide zurückkehren, aber auch Kollegen, die in der Abwesenheit die anfallenden Arbeiten miterledigen müssen“, so der Kreisbrandmeister.

Symbolisch zogen er, sowie Landrat Siegurd Heinze, der SPD-Landtagsabgeordnete Wolfgang Roick sowie leitende Mitarbeiter der Vetschauer Stadtverwaltung die Dienstmütze vor allen Floriansjüngern, die sich am Samstag zum Kräftemessen nach Vetschau begeben hatten.

13 Männer- und zehn Frauenmannschaften sowie jeweils vier 100 Meter-Hindernis-Läufer spurteten über die Wettkampfbahnen auf dem Jahn-Sportplatz. Mit dabei: die erfolgshungrigen Feuerwehrsportler aus Klein Radden (Stadt Lübbenau). „2014 haben wir den Kreismeistertitel errungen und diesen jedes Mal verteidigt. Selbstverständlich wollen wir den Pokal auch dieses Jahr mit nach Hause nehmen“, gab Mannschaftsleiter Roberto Mrose die Marschrichtung vor. Dass die Mission Titelverteidigung schließlich gelingen konnte, war einem zweiten wichtigen Grund zuzuschreiben: „Wir müssen besonders schnell sein. In wenigen Stunden startet mein Urlaubsflieger vom Flughafen Tegel in Richtung Kroatien“, so Mrose.

Und noch eine amüsante Anekdote würzte den Kreisfeuerwehrtag, der laut Beschluss der Delegierten-Versammlung des Kreisfeuerwehrverbandes OSL nur noch im Zwei-Jahres-Rhythmus durchgeführt werden soll: Holger Neumann, Stadtwehrführer der ausrichtenden Feuerwehr Vetschau, ging als Sieger eines der drei Nebenwettbewerbe hervor. Als Schützenkönig im Luftgewehr-Schießen durfte er die Siegprämie von 30 Liter Gerstensaft entgegennehmen. „Und das, obwohl Holger selbst kein Bier trinkt“, konnte sich Stefan Noack vom Wettkampfbüro ein Schmunzeln nicht verkneifen.

Ohne Zögern und kameradschaftlich reichte Neumann deshalb die schäumende Flüssigprämie an seine Truppe weiter.

Am Parcours des stellvertretenden Kreisjugendfeuerwehrwartes André Bilz aus Ruhland gingen Stefanie Weiß (Zerkwitz) als stärkste Feuerwehrfrau und Mareno Buder (Lug) als stärkster Feuerwehrmann hervor. Kein Wunder, ist er doch als Dresdner Berufsfeuerwehrmann außerhalb der Kreisgrenze fast täglich im Einsatz.

Die weiteren Ergebnisse im Überblick: Löschangriff nass Frauen: 1. Kittlitz, 2. Groß Lübbenau, 3. Gosda. Gruppenstafette Frauen: 1. Zerkwitz, 2. Kittlitz, 3. Gosda. Löschangriff nass Männer: 1. Klein Radden, 2. Groß Lübbenau, 3. Lug. Beim Wettbewerb im Getränkekistenstapeln siegte Henry Jochintke aus Ogrosen.