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| 02:32 Uhr

Ortsvorsteher: RE 2-Entscheidung wird unser Dorfleben verändern

Halten werden tagsüber am Radduscher Bahnhof künftig nur die Autos. Denn zu den Hauptverkehrszeiten wird der RE 2 in den nächsten zwei Jahren durchfahren, lediglich in den frühen Morgen- und späten Abendstunden halten.
Halten werden tagsüber am Radduscher Bahnhof künftig nur die Autos. Denn zu den Hauptverkehrszeiten wird der RE 2 in den nächsten zwei Jahren durchfahren, lediglich in den frühen Morgen- und späten Abendstunden halten. FOTO: hk
Raddusch. Der Regionalexpress 2 wird künftig tagsüber nicht mehr in Raddusch halten. Gleiches trifft auf Kolkwitz und Kunersdorf zu. Das Land will damit die Linie zwischen Königs Wusterhausen und Cottbus dauerhaft stabilisieren. Ihre Entscheidung für voraussichtlich zwei Jahre will Verkehrsministerin Kathrin Schneider (parteilos) am morgigen Mittwoch den Radduschern erläutern. H. Kuschy

Entschieden wurde trotz vehementen Protestes. Ortsvorsteher Ulrich Lagemann aus Raddusch fragt sich: "Was passiert nach den zwei Jahren? Zusätzlich oder ausschließlich ein Bummelzug von Cottbus nach Lübbenau, der dann auch in Kunersdorf und Kolkwitz halten soll - dies kann für uns nicht die Lösung sein." Dadurch werde sich das Dorfleben erheblich verändern, denn die Entscheidung des Landes würde jeden treffen, vor allem jene, die vom Tourismus leben. Erhebliche Investitionen, so Lagemann, stünden zur Disposition.

Jedes Jahr werden in Raddusch etwa 30 000 Übernachtungen in Hotels und Ferienhäusern sowie Pensionen gezählt. Die Slawenburg Raddusch zählt jährlich 50 000 Besucher, unter ihnen viele Schulklassen aus Berlin und dem Berliner Umland.

Die Ministerin wird am Mittwoch, 16.30 Uhr, in der Sport- und Kulturscheune mit den Radduschern sprechen.