Dazu, so Stammtisch-Sprecher Martin Richter, seien zwei Einsatzteams gebildet worden. Die eine Gruppe arbeitete vorhandene Hinweisschilder auf. Verwitterte Holztafeln wurden sauber geschrubbt, undeutlich gewordene Schriftzüge mit weißer Farbe nachgezogen.

Die andere Gruppe setzte 15 neue Fließbeschilderungen. Zwar sehe bereits der Masterplan für einen naturverträglichen Wassertourismus im Spreewald diese Schilder mit den Namen der Fliese vor, so Martin Richter, jedoch erst für das kommende Jahr. "Wir wollten so lange nicht warten und haben zusammengelegt" ergänzt er

Die Stammtischteilnehmer ließen insgesamt 15 braune Kunststoff-Aluminiumschilder mit den Namen fertigen und besorgten sich Pfähle. Auf mehreren Kähnen ging es mit Arbeitsmaterial, Werkzeug und Werkbank die Fließe entlang. An den Ufern wurde geschraubt, gehämmert und gebohrt. Die Schilder, erklärt Martin Richter, haben nicht nur einen wegweisenden und orientierenden Nutzen. Durch eine Nummerierung können Paddler und Kanuten beispielsweise in Notsituationen auch ihre genaue Position durchgeben. Das sei vom Prinzip her vergleichbar mit Straßenkilometermarkierungen.

Beim Stammtisch, an dem sich mittlerweile 14 Verleiher drei bis vier Mal im Jahr treffen, sei auch schon das nächste Projekt ausgeheckt worden, so Richter weiter. Die Bedienungsanleitungen an den Schleusen sollen künftig auch in Englisch zu lesen sein können. Immer mehr ausländische Touristen würden Boote und Kanus ausleihen, denen dieser Service nutzen soll.

Die Verleiher haben bereits jemanden gefunden, der die Übersetzerarbeit akkurat leisten kann. Auch hier müssten wieder zusätzliche Schilder gefertigt und angebracht werden. Die Genehmigungsbehörde habe bereits Zustimmung signalisiert.