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Ohne Stufe in den Empfangsbereich

Liftboy für einen Tag: Mario Dietz, Hausmeister bei der WiS, chauffiert die Gäste im Aufzug nach oben.
Liftboy für einen Tag: Mario Dietz, Hausmeister bei der WiS, chauffiert die Gäste im Aufzug nach oben. FOTO: WiS
Lübbenau. Knapp 1000 Besucher haben sich in den neuen Räumlichkeiten umgesehen, resümiert die Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald (WiS) über den Tag der offenen Tür in dieser Woche. (RUNDSCHAU berichtete). red/bt

Bereits beim Betreten des sanierten und erweiterten ehemaligen Wohnblocks hätten sich die Vorzüge gezeigt: Ohne Stufen und Schwellen ist der Empfang auch für gehbehinderte Personen, Rollstuhlfahrer oder Eltern mit Kinderwagen problemlos zugänglich. Das bestätigten Elli Kruschwitz, die mit ihrem Rollator in den großzügigen Fluren unterwegs war sowie die kleine Emily, die bequem in ihrem Buggy sitzend von ihren Eltern geschoben werden konnte.

WIiS-Hausmeister Mario Dietz chauffierte nicht nur sie, sondern viele Gäste per Aufzug in die unterschiedlichen Etagen des Hauses. Die im neuen Gebäude dominierenden Farben Grün (Natur) und Blau (Wasser) verdeutlichen die Identifikation der WIS mit dem Spreewald. Ein geräumiger Empfangsbereich, mit direktem Blick zum Tresen und großem Monitor, macht das Warten für die Mieter fortan angenehmer.

In etwa 30 Personen starken Gruppen lauschten die Besucher am Tag der offenen Tür jeweils zu Beginn ihrer Besichtigung den einführenden Worten von Geschäftsführer Michael Jakobs und von Prokuristin Steffi Alburg. So erfuhr man, dass der Vermieter bereits seit vielen Jahren immer mal wieder mit unterschiedlichen Objekten in der Stadt als neuen Geschäftssitz liebäugelte. "Zugunsten anderer, unsere Mieter betreffende Projekte wurde das Thema jedoch immer wieder hinten angestellt", erklärte der WiS-Chef. "Schön, dass Sie zuerst an die Einwohner gedacht haben", fand nicht nur Ramona Poetzsch aus Brandenburg an der Havel. Extra 146 Kilometer war sie angereist, um den neuen Geschäftssitz der Wohnungsbaugesellschaft zu besichtigen. "Es ist erstaunlich, was man alles aus diesen alten Schinken machen kann", befand Ramona Poetzsch, die in Lübbenau aufgewachsen ist und die Neustadt noch aus den 80er Jahren kennt.

Sie und ihr Sohn werden immer wieder von den noch immer in der Spreewaldstadt lebenden Eltern eingeladen, um sich die Neuerungen im Stadtbild anzuschauen. "Neue Bauten gibt es in jeder Stadt, aber dass in Lübbenau dahinter oft eine alte Platte steckt, ist nicht zu merken", sagte Mathias Poetzsch anerkennend.

Hans-Dieter Stöcker und seine Frau Christine finden vor allem die Vielfalt der Quartiere mit den unterschiedlichen Wohnhäusern sehr gelungen. "Der neue WIS-Geschäftssitz ist ein zusätzliches Aushängeschild für die Stadt", bemerkte der Lübbenauer.

Insgesamt 160 Millionen Euro hat die WiS bislang in den Stadtumbau investiert. Vier Millionen Euro hat sie nun in ihren eigenen Geschäftssitz gesteckt und dabei trotzdem zuerst an ihre Mieter gedacht. "Ganz wichtig war für uns Barrierefreiheit für unsere Besucher zu schaffen, aber natürlich auch bessere Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeiter", so Michael Jakobs.

Mit der Beseitigung eines der letzten Schandflecke der Neustadt sowie der Vollendung des Quartiers "Neue Freundschaft" ist am Oer-Erkenschwick-Platz 1, gegenüber dem Kolosseum, nicht zuletzt ein Hingucker entstanden. Die Sanierung des ehemaligen Wohnblocks erfolgte auch unter energetisch optimierten GesichtspunktenDie Besucher waren ausnahmslos erfreut über die gleichermaßen besseren Bedingungen für sich selbst und für die Angestellten.

"Richtig schön ist es jetzt hier", schwärmte Gisela Müller. "Wunderbar. Das kann man mit Worten gar nicht beschreiben", ergänzte Eveline Lungwitz