(uhd) Schon kurze Zeit nach Öffnung seines Ateliers in der Cottbuser Straße hat sich für Henry Krzysch das erneute Mitwirken am „Tag des offenen Ateliers“ gelohnt. „Ein Besucher hat dringendes Interesse für einen Erwachsenen-Malkurs bekundet“, so der freischaffende Künstler. Mit Kursen für Erwachsene und Kindern verdiene er schließlich seinen Lebensunterhalt. Klagen ist aber nicht der Stil eines Henry Krzysch, schließlich habe er sein Hobby zum Beruf gemacht. „Das war abzusehen“, sagt Helga Krzysch, die ihren Sohn am Samstag im Atelier besuchte. „Schon im Kindesalter hat er sich fürs Malen und für den Modellbau interessiert. Seine drei Stabil-Baukästen habe ich bis heute aufgehoben“, erzählt die Lübbenauerin. Drei Söhne hat sie großgezogen – Henry, Jens, der heute in Bielefeld lebt und Nico, der in Lübben als Berufskahnfährmann tätig ist.

Henry Krzysch ist bekannt unter anderem für Projekte mit Kindern wie das Calauer Kinderkunstatelier. „Immer dienstags von 14 bis 17 Uhr geöffnet und immer kostenlos“, informiert der Kunstmaler und empfiehlt: „Schnellentschlossene können sich noch für die zwei freien Plätze anmelden.“ Finanziert wird das Projekt über die „Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung“ e.V. (BKJ) im Rahmen des Programms „Kultur macht stark“. Die Förderperiode der BKJ sei bis 2022 gesichert und schließt weitere Projekte ein. So ein Sommerferienprogramm in Calau, bei dem in der letzten Ferienwoche Manga-Zeichnungen und Cartoons im Fokus stehen. Unterstützt wird der Kurs durch Mara Scheunemann, Globetrotterin und Tochter von Henry Krzysch.

Und noch eine starke aufgeschlossene Partnerin weiß er an seiner Seite: Juliane „Jule“ Wiegand vom Verein Interforum, der fest mit der Lilien-Grundschule Altdöbern verankert ist. So etwa mit der „Altdöberner Kinderkunst“ oder dem Sommercamp für das die 15 Workshop-Tage bereits jetzt alle ausgebucht sind. Henry Krzysch macht jedoch Hoffnung: „Es wird neue Projekte geben. Gerne bin ich auch für Kooperationen offen, um Kunstprojekte bei kommunalen Trägern anzuschieben.“