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| 16:08 Uhr

Besuch des Agrarbetriebs Ogrosen
Ökologisch erzeugte Lebensmittel im Kurs

Besuch bei der ökologischen Höfegemeinschaft in Gut Ogrosen: Tobias Heitsch (Ziegenhof Ogrosen, l.), Dirk Behrendt (Bündnis 90/Die Grünen) und Heiner Lütke Schwienhorst (Gut Ogrosen, r.).
Besuch bei der ökologischen Höfegemeinschaft in Gut Ogrosen: Tobias Heitsch (Ziegenhof Ogrosen, l.), Dirk Behrendt (Bündnis 90/Die Grünen) und Heiner Lütke Schwienhorst (Gut Ogrosen, r.). FOTO: Gut Ogrosen
Ogrosen. Höfegemeinschaft Gut Ogrosen empfängt Berliner Senator Dirk Behrendt. Von red/rdh

Ökologische, regionale Lebensmittel boomen seit Jahren. Welche Chancen der stetig wachsende Berliner Absatzmarkt für Ökolebensmittel, landwirtschaftliche und lebensmittelverarbeitende Betriebe im Umland bietet, wurde beim Besuch des für Landwirtschaft und Ernährung zuständigen Berliner Senatoren, Dirk Behrendt (Bündnis 90/Die Grünen), bei der ökologischen Höfegemeinschaft Gut Ogrosen, am Dienstag klar. „Ich wünsche mir mehr Brandenburg auf Berliner Tellern. Deshalb möchte ich die Brandenburger Bio-Bauern und die Berliner Bio-Verbraucher näher zusammenbringen. In Berlin gibt es eine große Bio-Nachfrage. Da liegt es doch nahe, diesen Markt regional mit Brandenburger Produkten zu versorgen. Da ist noch viel Luft nach oben“, so der Berliner Senator beim Hofbesuch.

Heiner Lütke Schwienhorst, seit 27 Jahren Biobauer und Betriebsleiter auf dem Gut Ogrosen, begrüßt, dass die Stadt Berlin im Gegensatz zum Land Brandenburg das Thema regionale und ökologische Ernährung anpackt und aktiv gestaltet: „Die Brandenburger Landesregierung verhindert die Weichenstellung für eine zukunftsfähige, ökologischere und regional verankerte Landwirtschaft systematisch. Beispielhaft hierfür ist die bodenmarktpolitische Verantwortungslosigkeit, wodurch außerlandwirtschaftlichen Investoren der Weg geebnet wird, Ackerland als Spekulationsobjekt zu erwerben, auch in unserer Nachbarschaft.

Umso wertvoller ist es, dass die Berliner Stadtpolitik mit der „Ernährungsstrategie“ ein Konzept entwickelt, um dem starken gesellschaftlichen Impuls nach einer Regionalisierung und vor allem einer Ökologisierung der Lebensmittelwertschöpfung gerecht zu werden.“

Besonders bedauerlich ist laut Heiner Lütke Schwienhorst, dass „die Lücke zwischen regional erzeugten Biolebensmitteln und der Nachfrage nach diesen immer weiter auseinanderklafft. Brandenburg zahlt die bundesweit niedrigste Prämie für die Umstellung auf den Ökolandbau. Damit offenbart Minister Vogelsänger, dass er nicht gewillt ist, Brandenburger Bäuerinnen und Bauern Perspektiven jenseits der Willkür des klimaschädlichen und sozial in vielerlei Hinsicht verwerflichen Weltmarktes, zu bieten.“

Unabhängig von den politischen Umständen zeichnen sich die Betriebe der Höfegemeinschaft Gut Ogrosen dadurch aus, dass sie erzeugte Lebensmittel, von Milchprodukten über Gemüse und Honig, bis hin zum Fleisch, auch selbst verarbeiten und vermarkten. Vermarktet werden die ökologischen Hoferzeugnisse im Spreewald, in Cottbus und zum Teil auch in Berlin.