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| 01:33 Uhr

Nun Stichwahl in Calau

Calau. Nach der Wahl ist vor der Wahl in Calau: Am 13. Dezember gibt es eine Stichwahl zwischen Amtsinhaber Norwin Märkisch (CDU) und Werner Suchner (parteilos), den beiden Kandidaten mit den besten Wahlergebnissen. Keiner der sechs angetretenen Bewerber für das Amt des Bürgermeisters in Calau erreichte am Sonntag eine qualifizierte Mehrheit von mehr als 50 Prozent. Von Ingrid Hoberg

„Das Ergebnis von 35,89 Prozent der Stimmen geht in Ordnung“, sagt Norwin Märkisch. Zu Hause hat er am Sonntagabend die Wahlergebnisse abgewartet. „Bei sechs Kandidaten war es schon rein rechnerisch zu erwarten, dass es zur Stichwahl kommt“, erklärt er. Das Ergebnis zeige ihm, dass es Anerkennung für die Arbeit in den vergangenen Jahren gebe. Dass die Calauer nun am 3. Advent noch einmal zur Wahl gerufen werden, sei zwar bedauerlich, doch er hoffe, dass seine Wähler noch einmal dabei sind.

„Das gute Ergebnis ist doch etwas überraschend“, sagt Werner Suchner, obwohl er mit einer höheren Wahlbeteiligung gerechnet hatte. Er werde nach seinem bisherigen Motto weiterarbeiten, dass es nicht auf Hauruck-Aktionen ankomme, sondern darauf, sich in der gesamten Wahlperiode für wichtige Anliegen einzusetzen.

Michael Petras (Die Linke) saß im Eiscafé Napoleon mit seinen Unterstützern zusammen. „Das negative Umfeld der vergangenen Tage hat sich auf das Wahlergebnis ausgewirkt“, sagt er mit Hinweis auf die Stasi-Debatte zu Linken-Politikern. Obwohl er sich auch auf eine Stichwahl eingerichtet hatte, unterstütze er persönlich nun Werner Suchner. Das will auch André Bareinz (SPD) tun. „Die politische Arbeit geht weiter“, sagt er und hofft, dass die Calauer auch zur Stichwahl gehen.

„Jeder, der nicht wählen war, darf sich nicht über das Ergebnis beschweren“, sagt Roswitha Reiche (Ländliche Wählergemeinschaft). Sie zeigt sich mit ihrem Ergebnis „relativ zufrieden“, hätte aber auch eine höhere Wahlbeteiligung erwartet.

Bernd Erlat (parteilos) aus Werchow schaut nach vorn. „Die Arbeit als Ortsvorsteher und als Stadtverordneter geht weiter“, sagt er.